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Voerde
Gedenkfeier zum Kriegsende vor 71 Jahren

Voerde. Nicht am 8. Mai, sondern einen Tag später, am gestrigen 9. Mai, dem Europatag, versammelten sich Menschen am Mahnmal Buschmannshof, um an das Kriegsende vor 71 Jahren zu gedenken. Es passte, denn auch dieser Tag ist mit einem historischen Ereignis verbunden, das für die Gegenwart noch wichtig ist. Marlies Wellmer, die erneut die Veranstaltung organisiert hatte, aber auch die Redner, der stellvertretende Bürgermeister Bert Mölleken und Pfarrer Heiko Dringenberg, machten deutlich, wie wichtig es heute noch ist, sich zu erinnern. Das Geheimnis der Erlösung sei die Erinnerung, zitierte der evangelische Pfarrer ein jüdisches Sprichwort.

Der 8. Mai 1945 stehe für die Befreiung vom "Joch der Hitlerei und der Gewaltherrschaft der Nazis". Der 9. Mai stehe für ein historisches Ereignisses, so Dringenberg. Er erinnerte damit an die Rede des französischen Außenministers Robert Schumann, in der er am 9. Mai 1950 eine Vision einer neuen Art der politischen Zusammenarbeit in Europa vorstellte. "Eine Zusammenarbeit, die Kriege zwischen den europäischen Nationen unmöglich machen sollte." Damit wurde die Grundlage für das heutige friedliche Zusammenleben in Europa gelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg mit 55 Millionen Toten wurde ein erster Schritt gemacht, "um eine solche Katastrophe künftig zu verhindern, Erbfeinde zu versöhnen und Deutschland die Hand zu reichen".

Das Projekt Europa sei eine Erfolgsgeschichte. Auf das Erreichte könne man stolz sein. Man lebe in Sicherheit und Wohlstand. Dass dies alles andere als selbstverständlich sei, lehren die Schicksale der Flüchtlinge, "die bei uns Zuflucht suchen".

(mt)
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