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Dinslaken
Gemeinde verabschiedet Klaus Lasse

Dinslaken: Gemeinde verabschiedet Klaus Lasse
Klaus Lasse vor seiner St. Vincentius-Kirche. FOTO: Kempken
Dinslaken. Nach 39 Jahren Dienst in St. Vincentius geht der Pastoralreferent zum 1. April in den Ruhestand.

Es ist das letzte Osterfest, das Klaus Martin Lasse (65) in seiner Funktion als Seelsorger der Katholischen Kirchengemeinde St. Vincentius Dinslaken mitfeiert. Nach mehr als 40-jähriger Tätigkeit beim Bistum Münster geht der Diplom-Theologe zum 1. April in den Ruhestand. 38 Jahre lang war er Pastoralreferent in der Pfarrei St. Vincentius.

Klaus Lasse wurde 1950 im westfälischen Lünen an der Lippe als Sohn eines Bundesbahn-Beamten geboren. Nach dem Abitur studierte er katholische Theologie für das Priesteramt in Paderborn und Freiburg. "Durch jahrelange Jugendarbeit bei den Messdienern und Pfadfindern und den intensiven Kontakt zu meinen Jugendkaplänen war ich motiviert." Nach dem Diplom 1975 wechselte Lasse als Laientheologe zum Bistum Münster, absolvierte ein Zweitstudium (Pädagogik) und war bis Ende 1977 Pastoralassistent in der Gemeinde St. Bernhard in Münster-Angelmodde.

Zum 1. Januar 1978 wurde Klaus Lasse als Pastoralreferent in die Pfarrgemeinde St. Vincentius nach Dinslaken versetzt und als Nachfolger des damaligen Kaplans und Religionslehrers Bernhard Kösters Vorsitzender des "Förderkreis ND-Jugendzentrum Dinslaken". Seit ihrer Gründung war Lasse auch Vorsitzender der "Diözesanarbeitsgemeinschaft der Katholischen Offenen Jugendeinrichtungen im Bistum Münster".

"Ich habe hier in Dinslaken zum ersten Mal die offene Kinder- und Jugendarbeit kennengelernt und war spontan von dem baulichen wie auch dem pädagogischen Konzept des ND-Jugendzentrums begeistert", so Lasse. "Was in Dinslaken für die Häuser der offenen Tür seitens der Stadt und vieler Förderer investiert wird, ist bistums- und landesweit beeindruckend." Auch dem Engagement des Trägers und den zahlreichen überzeugenden Mitarbeitern sei es zu verdanken, dass das ND-Jugendzentrum schon 58 Jahre besteht. "Unter dem Motto ,Jung und attraktiv - viele unter einem Dach' werden wir auch die nächsten Jahre ein verlässlicher Partner für die Kinder und Jugendlichen der Stadt sein", verspricht er. In der Pastorale der Gemeinde hat Lasse in den vergangenen 38 Jahren "sehr lebendige, spannende und auch schmerzhafte Entwicklungen erlebt": von der einst selbstständigen Pfarrgemeinde St. Vincentius mit ihren vielen Kaplänen und Diakonen hin zum "Pfarrverband Dinslaken-Hünxe", zur "Seelsorgeeinheit St. Vincentius, St. Johannes und Hl. Blut", zur fusionierten Kirchengemeinde St. Vincentius (2005), schließlich die Zusammenlegung der Gemeinden Heilig Geist und St. Vincentius zur Katholischen Kirchengemeinde St. Vincentius Dinslaken mit sieben Bezirken (2012) und derzeit rund 22 000 Gemeindemitgliedern. Die strukturellen und personellen Veränderungen bereiten ihm die größten Sorgen.

"Den Gläubigen wurde in den letzten Jahren viel zugemutet, was Beheimatung ihrer Gemeinde betrifft", erinnert Lasse vor allem an den Abriss der Heilig-Blut-Kirche. "Aber wir können die Zeit nicht festhalten und haben als Kirche nach wie vor die Aufgabe, die Gottesfrage wach zu halten und in Liturgie und Predigt, in der pastoralen und diakonalen Arbeit nahe bei den Menschen zu bleiben." Hier habe auch das Bistum für die Zukunft einer bewährten Pfarrgemeinde wie St. Vincentius eine große Verantwortung.

Klaus Lasse spricht von einer schönen und spannenden Zeit in St. Vincentius. Und: "Ich hatte mit meinen drei Pastören immer Glück": Bernhard Kösters, Theo van Doornick und Gregor Kauling. Highlights waren für ihn der ökumenische Stadtkirchentag (1998), die langjährige Leitung des Ferienlagers auf der Jugendburg Bilstein, das 50-Jährige des ND-Heims und das erste Fronleichnamsfest der fusionierten Großgemeinde im Burgtheater. Auch das Predigen und der Beerdigungsdienst hätten ihm viel bedeutet. Und was macht Lasse im Ruhestand? "Bis Mitte 2017 bin ich als Vorsitzender des Trägervereins ND-Jugendzentrum gewählt. Weiterhin bin ich Vertreter von Kirche im Jugendhilfeausschuss und Schulausschuss, ebenso für weitere zwei Jahre geistlicher Beirat der Kolpingsfamilie." Außerdem will er sich weiter in der Trauerarbeit engagieren.

Lasses Lebensmotto: "Qui vivra, verra!" - "Wer leben wird, wird sehen!"

(P.N.)
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