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Dinslaken
Gemeinsam ein Dach bauen

Dinslaken: Gemeinsam ein Dach bauen
Künstlerin Walburga Schild-Griesbeck, DINAMIT-Chefin Silke Pollack sowie Heinz Fischer und Monika Zygar von der Dinslakener Tafel stellten gestern die Benefizktion "Flachdach II" vor. FOTO: RPO
Dinslaken. Walburga Schild-Griesbeck hat eine Benefizaktion für die Dinslakener Tafel organisiert. Bürger aus Dinslaken, Voerde und Hünxe können gemeinsam ein Kunstwerk erschaffen und damit der Tafel ein neues Heim geben. Von Lena Steeg

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Künstlerin Walburga Schild-Griesbeck, die mit ihrem Atelier "freiart" zum Lohberger Kreativquartier gehört, eine Benefizaktion organisiert. Mit einer Ausstellung unter dem Titel "Flachdach" hatte sie Geld für das Essener Elternhaus gesammelt, in dem die Familien von krebskranken Kindern während deren Therapie unterkommen.

Spenden und Künstler werden

In diesem Jahr heißt die Aktion "Flachdach II" und wird die Dinslakener Tafel unterstützen. Gemeinsam mit den Dinslakenern, Voerdern und Hünxern hat Schild-Griesbeck Großes geplant. "Jeder kann mitmachen. Man muss sich nur ein wenig bewegen", fasst sie zusammen. Die Grundkonzeption ihres Projekts entwickelte sie gemeinsam mit Monika Zygar und Heinz Fischer von der Dinslakener Tafel: Ab sofort können Bürger, Firmen und Konzerne einen Betrag auf das Sonderkonto der Aktion überweisen. Für Privatpersonen ist ein Betrag mit mindestens einer Null am Ende angesetzt (also beginnend bei 10 Euro), Firmen dürfen ab einem Spendenbetrag von 100 Euro mitmachen. Wichtig ist, den Absender nicht zu vergessen. Die Adresse sollen die Spender auf jeden Fall im Verwendungszweck des Überweisungsträgers angeben. Denn jeder, der mitmacht, bekommt von der Künstlerin eine Karte aus Künstlerpapier zugeschickt, die dann nach eigenen Vorstellungen beschrieben werden kann. "Ein Zitat, ein Gedanke, vielleicht auch nur ein Wort zu Themen wie Hunger, Armut und Menschenwürde", schlägt Schild-Griesbeck vor. Die Karte geht dann per Post an die Künstlerin zurück, die sie anschließend verarbeitet. Entstehen wird mindestens ein 100 x 120 Zentimeter großes Tafelbild. "Je nachdem, wie viele Karten bei mir eintreffen, werden auch mehrere Bilder gemalt oder Kollagen erstellt. Fest steht aber: Jedes Kärtchen wird verwendet, keines geht verloren." Der Entwicklungsprozess des Bildes kann während der Öffnungszeiten des atelier freiart (mittwochs 10 bis 13 Uhr, freitags 15 bis 18 Uhr) verfolgt werden. Vom 4. bis zum 12. Dezember findet in den Räumen außerdem zwischen 11 und 17 Uhr eine Ausstellung mit Tafelbildern der Künstlerin statt, deren Erlös zu 50 Prozent an die Dinslakener Tafel geht. Am 12. Dezember wird dann das mit den Kärtchen angefertigte und künstlerisch bearbeitete Bild an einen der Einsender verschenkt. Um 14 Uhr wird aus einer Lostrommel unter allen Teilnehmern der glückliche Gewinner gezogen.

Neue Räume für die Tafel

Mit dem Erlös aus den verkauften Bildern und der Spendenaktion will die Dinslakener Tafel die Miete und Grundausstattung für neue Räume bestreiten, die sie derzeit sucht. "In die Container, in denen wir momentan noch die Lebensmittel vergeben, regnet es rein, die Wände schimmeln", sagte Heinz Fischer. Umso begeisterter ist er von Walburga Schild-Griesbecks Benefiz-Aktion.

Quelle: RP
 
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