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Voerde
"Gemeinsamkeiten finden - Unterschiede feiern"

Voerde. Am Freitag startete in Voerde die interkulturelle Woche.

Es sind einige Gäste gekommen, um die Eröffnung der interkulturellen Woche im Voerder Rathaus mitzuerleben. Es ist bereits das zehnte Mal, dass die interkulturelle Woche in der Stadt stattfindet. "Wir hatten zum zehnjährigen Bestehen eigentlich eine etwas größere Veranstaltung geplant", verrät Bettina Loogen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und eine der Organisatorinnen der Veranstaltung. Doch mit dem Wegfall einiger Kooperationspartner und den Feiern der Runden Tische in den Stadtteilen verlagerte sich der Schwerpunkt.

"Wir haben uns gedacht, wir machen, was wir schaffen können: Ein Programm mit mehreren Veranstaltungen auf die Woche verteilt", erklärte Bettina Loogen weiter. Vor allem, da es mit dem 20-jährigen Bestehen des Frauenzentrums Voerde (ehemals Weiberwirtschaft) auch noch einen weiteren Grund zum Feiern gibt. Für ein wenig internationales Flair im Rathaus sorgt das Ensemble der Musikschule Voerde, das von Liedern mit irischer Klangprägung bis zu Stücken mit Anklängen von Klezmer-Musik das Publikum musikalisch mit auf eine Weltreise nimmt.

Auf andere Art und Weise macht das auch die Künstlerin Marja-Liisa Trillitzsch. Vor 30 Jahren fing die gebürtig aus Finnland stammende Künstlerin damit an, Puppen herzustellen. In ihrer Ausstellung "Es ist normal, anders zu sein" hat sie viele davon im Sitzungssaal in einem Raum vereint. Mongolische und afrikanische Großfamilien treffen hier auf alleinerziehende Eltern, Familien mit Adoptivkindern auf Soldatenwitwen. "Sie erzählen die Geschichte, die unsere Eltern und Großeltern noch kannten und die für viele Flüchtlinge heute wieder aktuell ist: Die Männer sind im Krieg geblieben und das Leben muss weitergehen", erklärt die Künstlerin. Für einen weiteren bunten Einblick in die Welt sorgen die afrikanischen Masken, die an der Wand hängen und von Schülern der Klassen 6a und 10a der Janusz-Korczak-Schule gestaltet wurden.

Heute steht bei der interkulturellen Woche ein Workshop unter dem Motto "Die/der Fremde in mir" mit Künstlerin Walburga Schild-Griesbeck auf dem Programm (15 bis 18 Uhr) Am Mittwoch gibt es ab 19 Uhr internationale Märchen von starken Frauen zu hören. Am Donnerstag gibt es eine Veranstaltung zur Traumatisierung bei Flüchtlingen (17 Uhr) und eine Vorführung des Films "Football under cover" (19 Uhr).

(fla)
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