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Voerde
Gerry Rissel und ihre Gäste begeistern das Publikum

Voerde. Benefizkonzert in der evangelischen Kirche in Möllen zur Unterstützung des Friedensdorfes.

"Einmal kommt mein großer Tag, da wachse ich weit über mich hinaus." Diese Worte aus dem Lied "One moment in time" von Whitney Houston standen stellvertretend für den Konzertabend in der evangelischen Kirche in Möllen. Am Dienstagabend zeigten dort unter der Veranstaltungsleitung von Gerry Rissel, die seit 30 Jahren auf der Bühne steht, viele Künstlerinnen und Künstler ihr Können für einen guten Zweck.

Rissel, ausgebildete Mezzo-Sopranistin und gebürtige Voerderin, betonte in ihrer Ansprache, der Niederrhein sei ihre Heimat. Aber nicht nur deshalb lud sie den MGV Eintracht Voerde und Germania Mehrum ein, die Veranstaltung mit einer Darbietung zu eröffnen. Ihr Vater sei lange Vorsitzender des MGV gewesen. Das Lied "Rot sind die Rosen" dirigierte Hans Dieter Rohde, der Chor wurde dabei am Klavier von Marco Rohde begleitet. Gleich im Anschluss hatte Musicalsänger Andreas Wessels seinen Auftritt. Mit seiner Baritonstimme und einer großen Portion Charme unterhielt er unter anderem in einem Duo mit Rissel das Publikum.

Schirmherrin Pfarrerin Hanke Ibbeken, Evangelische Kirchengemeinde Götteswickerhamm, bedankte sich in ihrer Eröffnungsrede bei Gerry Rissel. "Es war eine Wahnsinnsleistung, organisatorisch und künstlerisch", lobte sie. Und der Abend hielt viele Überraschungen bereit. Die jungen Solisten bereicherten das Programm. Kira Fritsche (20) zum Beispiel. Sie studiert Jura und singt "so ganz nebenbei" in Musicals. "Ein Fulltime-Job", sagte sie, aber die Musik lenke auch vom Stress ab, mit ihr komme sie zur Ruhe.

Rissel erzählte auch ihre eigene Geschichte, in der es immer um Musik, Gesang und zuletzt auch Gesangsunterricht ging, den sie unter anderem in der VHS gibt. Ihr derzeitiger Kurs ist ebenfalls mit vielen einstudierten Liedern im Programm vertreten. Viele Erfolge konnte Rissel schon feiern, aber mit ihrem Talent das Friedensdorf Oberhausen zu unterstützen, das liegt ihr ganz besonders am Herzen. Dafür bedankte sich ein Vertreter des Friedensdorfs persönlich mit den Worten: "Ich kann nur eins sagen: Danke!"

Viele Besucher waren an diesem Abend nach Möllen gekommen, die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Mit ihrer warmen, geschulten Stimme führte Rissel das Publikum durch das abwechslungsreiche Programm, doch auch die jungen Stimmen des früheren "Spatzenchores" standen ihr in nichts nach. Michael Zaremba (23) sprang kurzerhand ohne vorherige Probe für eine erkrankte Sängerin ein. Ein Profi sei er dennoch nicht, sagte er bescheiden. Und auch Lisa Brandenberg (24) kam mit dem Lied "Diamonds are a girl's best friend" von Marilyn Monroe gut beim Publikum an.

Es kam keine Langeweile auf beim Benefizkonzert. In der Pause sorgte eine Tombola dafür, dass auch diesmal viel Geld für die Kinder des Friedensdorfes gespendet wurde.

(sg)
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