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Dinslaken
Gestern kamen noch einmal 35 Flüchtlinge

Dinslaken: Gestern kamen noch einmal 35 Flüchtlinge
Säcke voll Spielzeug bekamen die Flüchtlingskinder an der Taubenstraße am Mittwoch von den Nachbarn in Hiesfeld vorbeigebracht. FOTO: Kempken
Dinslaken. Dinslakener Willkommenskultur: Caritas wird von einer Welle der Hilfsbereitschaft überrollt.

Schon für Dienstag waren von der Bezirksregierung 120 neue Flüchtlinge angekündigt, für die die Stadt mit Hilfe der Caritas innerhalb von 24 Stunden Unterkünfte geschaffen hat. Es kamen dann aber zunächst 85. Gestern standen allerdings auch die restlichen 35 vor der Tür.

Und Dinslaken hilft: Die Caritas wird die Caritas von der Spenden- und Hilfsbereitschaft der Bürger im positiven Sinne überrollt. "Das Telefon läuft so langsam heiß", sagte Caritas-Mitarbeiter Michael Stark, der die Anrufe entgegennimmt. Viele Dinslakener wollen unbedingt helfen, stellen Kleidung und Spielzeug in Aussicht. Eine Syrerin, die fließend Deutsch spricht, hat sich als Dolmetscherin fürs Arabische angeboten. 49 Flüchtlinge sind in Hiesfeld an der Taubenstraße in der ehemaligen Kindertagesstätte der Sankt-Vincentius-Gemeinde untergebracht, vor allem Familien mit Kindern. "Die Nachbarn haben sie total freundlich aufgenommen, viele sind vorbeigekommen und haben ihre Hilfe angeboten", sagte Caritasdirekor Michael van Meerbeck. "Dinslaken ist eine solidarische Stadt."

Offenbar ist die Akzeptanz für die aus ihrer Heimat geflüchteten Menschen in der Stadt generell sehr groß. Bei Diskussionen im sozialen Netzwerk Facebook begrüßen viele Dinslakener die Neuankömmlinge überaus freundlich. Nur wenige der Kommentare sind ablehnend. Derweil laufen die Arbeiten im Hardtfeld weiterhin auf Hochtouren, Mitarbeiter der Caritas und mehrere Handwerksbetriebe bereiten das doppelstöckige Haus dort für die Flüchtlinge vor. Am Freitag soll dann die meisten der Neuangekommenen ins Hardtfeld umziehen. Im Gegensatz zum ursprünglichen Plan bleiben aber die Familien an der Taubenstraße - voraussichtlich drei Wochen dauert es, bis die 120 Flüchtlinge auf andere Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen verteilt werden.

(ruk/jöw)
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