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Voerde
Glaubensgemeinschaften starten neuen Dialog

Voerde: Glaubensgemeinschaften starten neuen Dialog
Die Teilnehmer des ersten Gruppentreffens. FOTO: Karolina Warkentin
Voerde. Bunt gemischte Gesprächsrunde mit Muslimen und Christen traf sich zum Gespräch im Paulushaus. Von Florian Langhoff

Es war eine bunt gemischte Gesprächsrunde, die sich im Paulushaus versammelt hatte. Neben Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden der Stadt, die zur Veranstaltung eingeladen hatten, waren von Bürgern über Vertretern von Institutionen auch Bürgermeister Dirk Haarmann und Gäste aus den apostolischen und islamischen Gemeinden gekommen.

"Wir wollen schauen, in welche Richtung sich diese Gruppe in der Zukunft entwickeln könnte", erklärte Pastoralreferent Markus Gehling von der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul. Und hier gingen die Vorstellungen der Teilnehmer doch schon in unterschiedliche Richtungen. Während die einen sich erhofften, auf einer eher theologischen Ebene mehr über die anderen Religionsgemeinschaften zu erfahren, war auch das Interesse an privaten Freundschaften über die Grenzen des Glaubens hinaus vorhanden.

"Ich hätte gerne ein Gremium, in dem man offen Themen ansprechen kann, die haarig werden könnten", erklärte der evangelische Pfarrer Harald Eickmeier. Bürgermeister Dirk Haarmann signalisierte, dass es auch für die Stadt wichtig sei, dass der Dialog zwischen den Glaubensgemeinschaften stattfindet. "Ich finde es wichtig, dass sich die Stadt an solchen Dialogen beteiligt und sich einbringt", erklärte er.

Mit Vural Karaarslan, der zum Vorstand der türkischen Gemeinde in Möllen gehört, war nur ein Muslim zum ersten Treffen der Gruppe gekommen. "Mir ist es wichtig, vor allem die Neugier und das Interesse junger Menschen zu wecken", erklärte er. So sprach er sich vor allem dafür aus, auch junge Menschen an der Dialogrunde zu beteiligen. "Wenn das Projekt in die Zukunft wirken soll, dann braucht man junge Menschen", erklärte er. Zugleich erklärte er sich bereit, Fragen zum Islam und zu dem, was im Koran steht, zu beantworten, falls Interesse besteht. "Ich glaube aber, wir sollten nicht nur theologische Diskussionen führen."

Die Gruppe wird sich vermutlich in den kommenden vier Wochen das nächste Mal treffen - zu einem Besuch der muslimischen Gemeinde in Möllen. "Ich finde es wichtig, wenn wir uns erstmal kennen lernen", erklärte Markus Gehling zum Abschluss der Veranstaltung. In der Folge soll es dann auch Besuche bei den anderen Gemeinden in der Stadt geben. "Ich bin mir sicher, dass sich daraus etwas entwickeln wird", sagte der Pastoralreferent.

Quelle: RP
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