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Dinslaken
Gleichnis vom verlorenen Sohn neu interpretiert

Dinslaken. Familiengeschichten sind für Kinder spannend und nachvollziehbar, denn sie machen es ihnen leicht, sich in die handelnden Personen hineinzudenken. Dieser Beobachtung folgte das Team um die Pfarrer Werner Laslop, Armin von Eynern und Jan Zechel, als es die biblische Geschichte für die ökumenische Kinderbibelwoche in der Stadtmitte auswählte, an der auch viele Kinder aus dem Averbruch und aus Eppinghoven teilnahmen.

"Peter haut ab" - unter dieser Überschrift wurde die Geschichte des Gleichnisses vom verlorenen Sohn neu und zeitgemäß erzählt. Im evangelischen Gemeindehaus an der Duisburger Straße wurde dazu eine Bühne mit farbenprächtigem Bühnenbild aufgebaut, auf der Jugendmitarbeiter aus der katholischen und der evangelischen Gemeinde den Familienkonflikt nachzeichneten. Ein Vater, der es mit beiden Söhnen gut meint, ein Jüngster, der von Stallarbeit und Schafzucht die Nase voll hat und sein Glück in der Fremde machen will, ein älterer Bruder, der dafür kein Verständnis hat - aus dieser Konstellation entwickelte sich das Drama um Aufbruch, Scheitern und Rückkehr des Jüngsten ins Vaterhaus.

82 Kinder verfolgten es gebannt und kamen in Kleingruppen ins Gespräch über eigene Erfahrungen mit ihren älteren oder jüngeren Geschwistern. "Die Großen dürfen alles", "die Älteren müssen immer auf die Kleinen aufpassen", "die Kleinen haben nichts zu sagen" - so äußerten sich die Kinder, die in der Alterspanne zwischen sechs und elf Jahren dabei waren. Beide Söhne in der Geschichte stießen auf Verständnis. Auch die Haltung des Vaters, der Freiheit gewährt und doch beiden Söhnen von Herzen zugewandt bleibt, stieß auf viel kindliche Zustimmung.

So wurde passend zur Freigiebigkeit des Vaters ein Geldbeutel gebastelt, aus Stoff mit Zugmechanismus und unter eifrigem Gebrauch von Nadel und Faden. Eine Schweinemaske entstand in leuchtendem Rosa, auf der zu lesen ist: "Gott hat mich saumäßig lieb!" Ein Schweinerap wurde eingeübt, der das Schicksal des verlorenen Sohnes in der Fremde besingt. Begleitet wurde das gemeinsame Singen von einer Combo unter der Leitung von Kantor Paul Beszynski.

Quelle: RP
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