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Dinslaken
Große Gefühle - starke Songs

Dinslaken: Große Gefühle - starke Songs
NiMa und Band sind inzwischen schon Stammgäste im Theater Halbe Treppe. Bereits zum fünften Mal trat die mehrfache Gewinnerin des Deutschen Rock und Pop Preises zur Freude der Zuschauer in Lohberg auf. FOTO: Jochen Emde
Dinslaken. NiMa Lindner präsentierte mit ihrem Trio im Theater Halbe Treppe emotionale Lieder mit Biss.

Die schwarzen Vorhänge vor den Fenstern sind zugezogen, dunkle Gitarrenklänge und eine klare Stimme durchdringen den kleinen Raum. Der eine oder andere trinkt ein Glas Rotwein. Das passt zur Atmosphäre. "I fight for myself" singt NiMa Lindner mit gefühlvoller Stimme. In einigen Passagen wird ihre Stimme sehr kraftvoll und energiegeladen. Sie drückt ihre Leidenschaft für die Musik und das Thema aus. Ihre Energie und positive Ausstrahlung sind sofort zu spüren und übertragen sich auf das Publikum.

Untermalt wird die Stimme der Alternative-Sängerin von Bassist Sven Emmerich und Drummer Lupa Covella. In dieser Konstellation musizieren die Drei heute zum ersten Mal. Für den Zuhörer ist das nicht zu bemerken, das Trio harmoniert sofort.

Sie stimmen das Lied "Fight for" an. Der energische Song belegte beim deutschen Rock und Pop- Preis den dritten Platz als bester Alternative-Song. In dem Lied geht es darum, für die eigenen Rechte zu kämpfen, erzählt Lindner in der Pause. Ihrer Meinung nach sei es gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig, für seine eigenen Rechte einzustehen und sich selbst treu zu bleiben. "Die Musik ist für mich ein Ventil", sagt sie außerdem. "Dinge, die mich emotional tangieren, kann ich über die Musik ausdrücken." Den Menschen im Publikum gefällt das, der Applaus zwischen den einzelnen Songs ist groß.

Weiter geht es in dem Lied "Memories" um ein Phänomen, das wahrscheinlich jeder kennt. Bestimmte Menschen begleiten einen eine Zeitlang durch das Leben, dann führen die Wege auseinander und man lernt neue Menschen kennen. "Das ist traurig, aber zugleich auch faszinierend", sagt Lindner dazu. Auch in diesem Lied ist die Stärke der Sängerin zu spüren.

Trotz aller Stärke verschweigt sie ihre Depression nicht. So handele der Song "Sometimes" davon, sich manchmal alleine zu fühlen. "Es ist wichtig, damit offen umzugehen", sagt sie dazu. Auch dieses Lied schafft es durch Lindners gefühlvolle Stimme, die Menschen emotional zu packen. "Die Stimmung hier ist sehr familiär", sagt Zuschauer Klaus Gottschalk, der zum ersten Mal im Theater Halbe Treppe ist.

Und auch die vierköpfige Vorband Silentonic aus Köln unterhielt das Publikum bestens.

Die Bandmitglieder Sladjana, Ella, Nadine und Carina füllten den kleinen Raum mit starken Musikklängen aus und stimmten den Zuschauer auf einen rockigen Abend ein.

(af)
 
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