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Voerde
Gute Lösung: Ein Kombibad in Voerde

Voerde: Gute Lösung: Ein Kombibad in Voerde
Am ersten Tag der Badesaison im Voerder Freibad waren am Nachmittag nur wenige Schwimmer im Becken. Die freuten sich aber über das kühlen Nass, dessen Temperatur zumindest am frühen Morgen (21 Grad) dank Heizung schon über den Außentemperaturen lag. FOTO: Heiko Kempken
Voerde. Der SPD-Vorschlag stößt bei Badegästen auf Zustimmung. Ausschlaggebend ist vor allem die schöne Lage. Von Florian Langhoff

Die Sonne scheint, die Wolken am Himmel haben sich verzogen, und im Becken des Voerder Freibads sind zum ersten Tag der Saison am Donnerstagnachmittag zumindest eine Hand voll Schwimmer unterwegs. Die meisten Stammgäste haben schon morgens die ersten Bahnen gezogen. Bis zu 70 Badegäste waren am Vormittag im Bad. Zu den wenigen Schwimmern, die sich am Nachmittag ins Wasser wagen, gehört auch Henning Korte. Über die Möglichkeit, ein Kombibad am Standort des Freibads zu errichten, hat er schon nachgedacht. "Ich fände diese Lösung gut", sagt er. "Der Standort hier ist wesentlich schöner als der in Friedrichsfeld. Wo hat man heute noch so einen Baumbestand?" Besonders schön fände er es, wenn man für das neue Bad auch einen Zehnmeterturm einplanen würde. "Mein elfjähriger Sohn hätte so etwas gerne", sagt Korte.

Auch Ute Schröder, die als Kassiererin im Freibad Voerde an der Kasse steht, würde ein Kombibad in der Voerder Stadtmitte als Lösung für die Bäderlandschaft bevorzugen. "Ich wohne selbst in Friedrichsfeld, aber die Umgebung des Hallenbades ist nicht so schön", sagt sie. Gerade wenn sie daran denkt, dass man auch einen Außenbereich für die Badegäste braucht, erscheint ihr der Standort unpassend. "Wer möchte schon in direkter Nähe der Frankfurter Straße auf einer Wiese liegen?"

Für sie stellt sich eher die Frage, wie solch ein Kombibad aussehen könnte. "Wenn man da nur das bestehende Becken überdacht, wäre das auch nur eine Behelfslösung", sagt sie. Schwimmmeister Heino Spickermann, der seit 20 Jahren im Freibad Voerde arbeitet, betrachtet die Lage realistisch. "Wahrscheinlich wird es bei der Standortwahl am Ende darauf ankommen, was die günstigste Lösung ist", glaubt er. Die vermutet er eher am Standort Friedrichsfeld als in der Stadtmitte. "Dort könnte man einfach ans Hallenbad anbauen. Außerdem ist das Becken hier im Freibad ziemlich groß und eigentlich brauchen wir in der Stadt keine 50-Meter-Bahn. Wir haben schließlich keine Olympia-Wettkämpfe hier", sagt der Schwimmmeister.

Wenn es nach Sigrid Weigert ginge, müsste man die Standortfrage gar nicht diskutieren. "Mir wäre es am liebsten, wenn wir beide Bäder behalten könnten", sagt sie. "Denn ich bin in beiden häufig zu Gast." Emotional betrachtet favorisiert sie dann allerdings eher das Freibad Voerde.

"Ich habe hier vor 45 Jahren meinen Mann kennen gelernt", verrät sie und blickt auf die alten Bäume, die Schatten auf der Liegewiese spenden. "So ein schönes Bad wie dieses hier, darf man eigentlich nicht schließen", findet Sigrid Weigert.

Quelle: RP
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