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Dinslaken
Hausbesitzer verärgert über Stadtwerke

Dinslaken: Hausbesitzer verärgert über Stadtwerke
Der Boden des Beetes am Haus von Karl-Heinz Friedrich Haus enthält immer noch Steine. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Seitdem der Fernwärmeanschluss des Hauses an der Agnesstraße vor vier Jahren erneuert worden ist, liegt der Eigentümer Karl-Heinz Friedrich mit dem Dinslakener Versorgungsunternehmen im Clinch. Von Heinz Schild

Karl-Heinz Friedrich ist begeisterter Hobby-Gärtner. Jede freie Minute verbringt er im Garten seines Hauses an der Agnesstraße. Es fällt jede Menge Arbeit an, denn dort gibt es auch zwei Teiche, um die sich der 70-Jährige kümmert - aber das macht er gerne und mit viel Hingabe. Umso mehr schmerzt es ihn, dass der Einfahrtsbereich zur Garage seines Hauses für ihn ein Schandfleck ist. Und das schon seit vier Jahren. 2011 erneuerten die Dinslakener Stadtwerke den Fernwärmenanschuss für das Haus von Karl-Heinz Friedrich. Seither liegt er mit dem Versorgungsunternehmen im Clinch, denn der Zufahrtsbereich zur Garage und das Pflanzbeet an der Hauswand wurden nicht in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. "Jedes Mal, wenn ich ich hier vorbei komme, ärgere ich mich schwarz", berichtet der Senior. Die Stadtwerke haben nach eigener Aussage viel Zeit investiert, um Friedrich zufriedenzustellen, was jedoch nicht gelungen sei.

Als die Stadtwerke 2011 den Fernwärmeanschluss erneuerten, wurde die Geragenzufahrt aufgerissen, und das Blumenbeet musste für die Dauer der Arbeiten weichen. Danach sollte der vorherige Zustand wieder hergestellt werden. Die Kosten wollten die Stadtwerke übernehmen. Mit der Ausführung der Arbeiten durch die beauftragte Firma war Friedrich ganz und gar nicht zufrieden. Die Platten der Garagenzufahrt seien uneben verlegt, der Mutterboden seines Blumenbeetes sei durch Füllboden ersetzt worden, der Bauschutt enthalten habe, wie Friedrich gestern berichtete. Das Beet wollte der Hobbygärtner selbst wieder bepflanzen. "Aus Entgegenkommen gegenüber den Stadtwerken", wie er sagt. Doch das Bepflanzen ließ er dann sein, als er dies schlechte Qualität des den Boden sah. Er habe sich natürlich sofort beschwert und auf die Mängel hingewiesen. Mehrfach sei inzwischen auch nachgebessert worden, aber nicht zu seiner Zufriedenheit. Der Anwohner der Agnesstraße hat 2012 einen Rechtsanwalt eingeschaltet, ein Gerichtstermin fand bereits statt. Da Friedrich einen Vergleich ablehnte, beauftragte das Dinslakener Amtsgericht im September vergangenen Jahres einen Gutachter, der eine Stellungnahme abgeben sollte. Der Ortstermin fand daraufhin im Dezember 2014 statt. Das Gutachten liegt Karl-Heinz Friedrich allerdings noch nicht vor.

Für die Stadtwerke ist dieser Fall "eine verfahrene Kiste", wie Tobias Schwermer, Leiter der Stadtwerke-Rechtsabteilung, gestern sagte. Zuletzt sei ein Gärtner beauftragt worden, den Boden auszutauschen, Friedrich sei aber immer noch nicht zufrieden. An verschiedensten Stellen, so Schwermer weiter, sei nachgebessert worden, doch nie sei es für den Kunden gut genug gewesen. Nun soll das Gutachten abgewartet werden. Es könnte die Sache nach vorne bringen, um endlich zu einem Ergebnis zu kommen, meinte Schwermer.

Quelle: RP
 
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