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Dinslaken
Heute geht's um die Stadtparknutzung

Dinslaken: Heute geht's um die Stadtparknutzung
Noch bestimmt die frei gelegt Decke der Tiefgarage, die abgedichtet wird, das Aussehen des Stadtparks. Aber schon jetzt interessiert natürlich die Frage, wie der neugestaltetet Park künftig genutzt werden darf. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Noch wird gebaut. Aber im kommenden Frühjahr soll das gesamte Rathausumfeld aufs Feinste herausgeputzt sein. Wie aber kann der Park dann genutzt werden? Um diese Frage geht es heute im Rathaus. Von Jörg Werner

Was dürfen die Dinslakener künftig in ihrem Park und was nicht? Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe hat sich mit dieser Frage beschäftigt. Zu welchem Ergebnis sie gekommen ist, will sie heute ab 18 Uhr im Rathaus vorstellen.

Eingeladen hat sie die Ratsfraktionen, die Seniorenvertretung, das Kinder- und Jugendparlament und Anlieger. Aber auch wenn die Einladung ohnehin schon breit gestreut ist, so Rathaussprecher Horst Dickhäuser gestern auf Anfrage der Rheinischen Post, hat die Verwaltung keinerlei Einwände, wenn auch andere Interessierte den Termin wahrnehmen. Es könnte durchaus spannend werden.

Schließlich gab's schon lange im Vorfeld Stimmen, denen die bisher im Stadtpark geltende Satzung als zu rigoros galt und die auf eine deutliche Lockerung drangen. Dazu gehörte auch Dinslakens Junge Union. Und die hat sich jetzt gemeinsam mit ihrer Mutterpartei noch einmal zu Wort gemeldet und Forderungen an die neue Stadtparksatzung formuliert, die bei der Verwaltung nicht alle auf Zustimmung stoßen dürften.

CDU und Junge Union (JU) wollen, so heißt es in der Presseerklärung, die Stadtparksatzung ändern. "Wir wollen die vielen Verbote, die im Moment in der Stadtparksatzung stehen, aufheben. CDU und JU setzen sich dafür ein, dass das Ballspielen auf einigen Rasenflächen im Stadtpark wieder erlaubt wird und das eine Frisbee geworfen werden kann, ohne damit gegen die Satzung zu verstoßen. Wir wollen ebenfalls das Alkoholverbot im Stadtpark aufheben", so der JU-Vorsitzende Fabian Schneider.

Heinz Wansing, CDU-Fraktionsvorsitzender, unterstützt die Forderungen: "Nur weil sich einige wenige nicht benehmen, können wir nicht die Freiheiten der anderen einschränken. JU und CDU fordern, dass die Stadt einen festen Ansprechpartner für den Stadtpark installiert, der insbesondere in den Abendstunden vor Ort ist, um Konflikte zu vermeiden und um Präsenz zu zeigen, ganz im Sinne eines klassischen Stadtparkwächters." Mit der Aufhebung des Alkoholverbotes solle keinesfalls Saufgelagen Tür und Tor geöffnet werden. Aber es müsse einfach erlaubt sein, dass man sich insbesondere in den Sommermonaten mal mit einer Flasche Bier in den Stadtpark setzt. "Wir haben nun schon zweimal unsere Aktion ,Haucht dem Stadtpark Leben ein' veranstaltet, um zu zeigen, wie Jugendliche und junge Erwachsene den Stadtpark mit Akustikmusik, Grillwürstchen und einem kühlen Getränk beleben könnten. Zu Beschwerden oder Problemen ist es dabei nie gekommen", so Schneider. CDU und JU möchten, dass die in ihrem Sinne geänderte Satzung für ein Jahr auf Probe getestet wird. Auch die Unabhängige Bürgervertretung (UBV) will weg von den vielen Verboten im Stadtpark. "Wenn auch die Vorstellungen der Nutzer unterschiedlich sind, muss man nicht gleich wieder nur mit Verboten reagieren, warum nicht auch mal etwas wagen", so ihr Vorsitzender Ulrich Kemmerling. Es könnten neue Ideen ausprobiert werden. Beispiele von Bürgerparks in vielen anderen Städten hätten gezeigt, dass ein Park mehr sein könne als bloß ein Ort zum Wandeln.

Quelle: RP
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