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Dinslaken
Hilfsgüter rollen nach Weißrussland

Dinslaken. Caritas von Sankt Jakobus unterstützt Krankenhäuser und Kinderheim.

Mit Schwung werfen sich die Männer die Umzugskartons zu. Einer nach dem anderen landet in dem Lastwagen, der am Rand der Augustastraße im Bruch wartet. In den Kartons sind Hilfsgüter für Weißrussland, die gestern Morgen von der Pfarrcaritas Sankt Jakobus gepackt und danach im Inneren des 20-Tonners auf den Weg nach Grodno geschickt worden sind, einer Großstadt im Westen des Landes.

Eifriges Treiben herrscht in einer Einfahrt an der Augustastraße: Rund 20 Helfer sind zusammengekommen. Mitarbeiter der Caritas, ehrenamtliche Unterstützer und zwei Flüchtlinge aus Eritrea, die im Asylbewerberheim in Bruckhausen wohnen. Sie alle packen mit an, um den Lastwagen mit zu beladen. Sankt Jakobus beliefert in Grodno eine Klinik für Tuberkulosekranke, ein Kreiskrankenhaus und ein Invalidenheim für körperlich und geistig behinderte Kinder. In den Einrichtungen werden vor allem Hygieneartikel, Masken und Schutzanzüge, Desinfektionsmittel oder Medikamente benötigt - aber auch Spielzeug, Bekleidung oder Lebensmittel.

"Das Projekt in Weißrussland gibt es seit fünf Jahren", sagt Romana Drabik, die für die Organisation zuständig ist. "In der Tuberkuloseklinik kämpfen 300 Menschen ums Überleben. Von einer Heilung träumen sie alle." Seit einem Jahr besteht außerdem eine Partnerschaft mit der Caritas in der weißrussischen Stadt, drei Mitglieder des Verbandes helfen beim Beladen. Zudem kümmern sie sich um die Zollbestimmungen bei der Einreise. Für den Lastwagenfahrer hat eine weite Reise begonnen. Grodno mit seinen mehr als 300 000 Einwohnern liegt im Dreiländereck zwischen Polen, Litauen und Weißrussland.

Über Berlin und Warschau sind es gut 1500 Kilometer bis dorthin. Läuft alles nach Plan, wird der Lkw am Montag von der Caritas in Grodno in Empfang genommen, und die Hilfsgüter können an die beiden Krankenhäuser und das Kinderheim verteilt werden. "Ich freue mich, dass wir damit bedürftige Menschen unterstützen können", sagt Romana Drabik. "Dinslaken ist eine Stadt, die hilft."

(rku)
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