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Dinslaken
Hochschulstadt - Chance für Dinslaken

Dinslaken. Pläne zur Gründung der "Friedrich Althoff Akademie der nachhaltigen Wissenschaften" auf dem ehemaligen Lohberger Zechengelände finden bei der Verwaltung Zustimmung. Beitrag zur Verbesserung der kommunalen Bildungslandschaft. Von Heinz Schild

Die Idee, dass Dinslaken ein Hochschulstandort werden könnte, stammt von Daniel Lorberg. Der Wissenschaftler, Autor und Bildungsmanager ist der festen Überzeugung, dass die Kommune alle dafür notwendigen Voraussetzungen mitbringt und setzt sich seit dem vergangenen Jahr dafür ein, dass die Idee von der Hochschulstadt Wirklichkeit wird. Dass Dinslaken das Zeug dazu hat, davon ist auch Bürgermeister Dr. Michael Heidinger felsenfest überzeugt. Und nicht nur er. "Die Pläne stoßen auf breite Zustimmung in der Verwaltung" und seien eine Herzensangelegenheit für viele, die im Bereich Jugend, Schule, Bildung engagiert seien, erklärte Horst Dickhäuser, Pressesprecher der Stadt Dinslaken, der RP. Ein Antrag der SPD-Fraktion, die sich für die Initiative "Hochschulstadt Dinslaken" einsetzt, liegt der Verwaltung vor. Diese wird nun ausloten, welche Möglichkeiten bestehen, das Projekt zu unterstützen und voranzubringen.

Dinslaken als Hochschulstandort zu etablieren, davon versprechen die Verwaltung und Dinslakens Stadtoberhaupt sich eine Verbesserung der kommunalen Bildungslandschaft. Denn bislang ist es so, dass junge Dinslakener, die sich entschließen zu studieren, deshalb oftmals oftmals ihre Heimatstadt verlassen. Ob sie nach Abschluss ihrer akademischen Ausbildung zurückkehren und hier einen Job finden, ist die Frage. Dinslaken als Hochschulstandort würde die Chancen wesentlich verbessern, junge und gut ausgebildete Kräfte zu binden. "Wir spüren hier einen politischen Handlungsdruck und befinden uns in Übereinstimmung mit den Antragstellern", erklärte Horst Dickhäuser.

Von der Stadtverwaltung wird das Gelände des ehemaligen Bergwerks Lohberg als geeigneter Standort für die neuen Hochschuleinrichtungen angesehen. Zustimmung auch zum vorgeschlagenen Namen "Friedrich Althoff Akademie der nachhaltigen Wissenschaften", weil dies den Bezug zu einem Mann herstelle, der das Bildungswesen in Preußen revolutioniert habe.

Bewusst ist man sich in der Verwaltung darüber, dass Dinslaken keine Universität bekommen wird, sondern "unter das Dach einer bestehenden Hochschule schlüpfen" muss und damit ein Nebenstandort einer akademischen Einrichtung wird. Auch wird das Vorhaben nicht von heute auf morgen umsetzbar sein. "Es ist eine Chance für die Stadt, die Region und die heimische Wirtschaft", erklärte Stadtsprecher Horst Dickhäuser. Dieses Projekt wird zudem als ein wichtiger Aspekt angesehen, der dazu betragen soll, Dinslaken zukunftsfähig zu machen.

Daniel Lorberg, gebürtiger Voerder und Koordinator der Initiative Hochschulstadt Dinslaken, der an der Universität Wuppertal tätig ist, will in einem ersten Schritt Möglichkeiten zum Dualen Studium und zum berufsbegleitenden Studium in Dinslaken schaffen. Dazu soll ein Institut gegründet werden mit Sitz auf dem Zechengelände. Nach seiner Einschätzung ist ein Studienstart am 1. Oktober 2017 in Dinslaken durchaus möglich.

Quelle: RP
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