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Dinslaken
Horst Winnekendonk ist gestorben

Dinslaken. Der frühere Stadtverbandschef der CDU Dinslaken wurde 80 Jahre alt. Er holte Sabine Weiss nach Dinslaken, die dann das Rathaus eroberte. Von Heinz Schild

Horst Winnekendonk ist tot. Der frühere Parteichef der CDU Dinslaken starb im Alter von 80 Jahren. Am kommen Montag findet seine Beisetzung auf dem Parkfriedhof an der B 8 statt. Das Seelenamt wird zuvor um 10.30 Uhr in der Sankt-Jakobus-Kirche an der Theresienstraße gefeiert.

Mit 39 Jahren war Winnekendonk 1975 in die CDU eingetreten. Sein politisches Engagement brachte ihm einen Sitz im Dinslakener Stadtrat ein, dem er von 1994 bis 2004 angehörte. Horst Winnekendonk war ein Mann, der geschlichtet hat und sehr verbindlich war. Der laute oder gar spektakuläre Auftritt, die Selbstdarstellung waren nicht sein Fall. Das galt auch für die Zeit von 1997 bis 2000, als er den CDU-Stadtverband als Vorsitzender führte. In diese Zeit fällt ein bedeutendes Ereignis, an dem Winnekendonk maßgeblich beteiligt gewesen war. Die Christdemokraten holten die Rechtsanwältin Sabine Weiss, die Fraktionsvorsitzende der CDU in Hamborn war, nach Dinslaken und stellten sie als Gegenkandidatin zum damals amtierenden Bürgermeister Wilfrid Fellmeth (SPD) auf. Das, was viele für kaum vorstellbar gehalten hatten, geschah: Sabine Weiss siegte 1999 bei der Bürgermeisterwahl und eroberte damit den Chefsessel im Dinslakener Rathaus.

Ein Einschnitt stand im Jahr 2000 an. Horst Winnekendonk kandidierte nicht mehr für das Amt des CDU-Vorsitzenden. Er hoffte, dass die Partei durch einen jüngeren Vorstand insgesamt für jüngere Menschen wieder attraktiver werde. Zu seinem Nachfolger wurde der 53-jährige Klaus Groß gewählt. Nach seiner Zeit im Dinslakener Stadtrat, die 2004 endete, widmete Winnekendonk sich intensiv der Kreispolitik und gehörte bis 2009 der CDU-Kreistagsfraktion an.

"Ich habe Horst Winnekendonk mein Leben lang gekannt", sagte gestern CDU-Faktionsvorsitzender Heinz Wansing, der um einen ihm väterlich verbundenen Freund trauert, im RP-Gespräch. Winnekendonk habe sich, wie Wansing selbst auch, Anfang der 1970er Jahre in der katholischen Kirchengemeinde Sankt Jakobus engagiert. Auch im damaligen Ortsverbandsvorstand der CDU Feldmark/Blumenviertel seien sie beide aktiv gewesen.

Gern erinnert sich Heinz Wansing an Besprechungen, die damals in gemütlicher Atmosphäre im Garten oder im Haus von Horst Winnekendonk stattgefunden hatten. Dieser sei stets ruhig und besonnen gewesen, und das habe auch für seine politischen Arbeit gegolten.

Quelle: RP
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