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Dinslaken
Hühnerdiebe stehlen 50 Legehennen

Dinslaken. Unbekannte schneiden erneut die Zäune an der Scholtenhof-Wiese auf. Polizei bittet um Hinweise.

Zwei Jahre war Ruhe - daher hatte Matthias Drescher, Pächter der Bioladens auf dem Scholtenhof in Eppinghoven, gehofft, dass die Diebstahlserie auf seiner Hühnerwiese beendet ist. Montagmorgen entdeckte er die unerfreuliche Überraschung: Erneut haben Unbekannte 50 seiner Legehennen aus einer Gruppe im Hühnermobil auf der Wiese zwischen Scholtenhof und Heerstraße gestohlen. "Es ist schon deprimierend", seufzt er ratlos. Was machen die Menschen mit den schon älteren Legehennen? Und wie haben sie es überhaupt geschafft, die je rund 2,5 Kilo schweren Tiere, die sich vermutlich lautstark beschwerten, einzusammeln und abzutransportieren? Fest steht: Die Zäune zur Wiese wurden aufgeschnitten, danach griffen sich die Diebe die Tiere, die im Mobilstall übernachten.

Insgesamt fünf dieser fahrbaren Ställe für Federvieh hat Matthias Drescher auf seiner Wiese, drei für Legehennen, zwei für Hähnchen. Vier bis fünf Mal suchten Unbekannte in der Nacht seine Ställe schon heim, stahlen jeweils zwischen 20 und 60 Tiere, das letzte Mal vor zwei Jahren. Damals wurde eine Nachbarin auf die Unbekannten aufmerksam und rief die Polizei. Die Diebe, die nach Beobachtungen mit einem größeren Wagen gekommen waren, konnten flüchten. Bei einem der Beutezüge brachen die Gauner ein Hühnermobil gewaltsam auf und richteten zusätzlich einen Schaden von 1700 Euro an. Seitdem hat Matthias Drescher Bewegungsmelder und Warnleuchten installiert - leider schreckt auch das die Diebe nicht ab. 50 der Legehennen fehlen, pro Tier hätte er mit einer Restlegeleistung von 100 Euro rechnen können. Einfach neue Hühner in die Gruppe setzen, das gehe nicht. Die alteingesessenen Tiere akzeptieren keine Neulinge in der Gruppe, so Drescher. Erst wenn der Stall mit neuen Legehennen belegt wird, kann er die gestohlenen Tiere ersetzen.

Die Diebe verfahren stets nach dem gleichen Schema: Von der Heerstraße aus schneiden sie die Zäune auf und gelangen zu Fuß auf die Wiese. Es müssen mehrere gewesen sein, glaubt Drescher, die die Hühner dann vermutlich in Säcke steckten und mit dem Wagen abtransportieren. Matthias Drescher denkt über ein Alarmsystem oder Kameras nach. Ob das hilft, ist fraglich. Von einem Kollegen weiß er, dass er nach einem Diebstahl zwar klare Bilder von den Unbekannten hatte - gefasst wurden sie nicht.

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise: Wer hat etwas gesehen, wem sind vermehrt Hühner, Federn, Gackern in seiner Nachbarschaft aufgefallen? Der Besitzer hat seine Tiere am Sonntag gegen 21.15 Uhr zuletzt gesehen und den Diebstahl am Montag gegen 7.30 Uhr bemerkt. Hinweise: Telefon 02064 6220.

(rme)
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