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Dinslaken
Im Herbst wird die "Blaue Bude" aufgebaut

Dinslaken. Kiosk an der Zechenmauer soll nach Originalplänen entstehen. RAG sagt 10.000 Euro Fördergeld zu. Von Anja Hasenjürgen

Ein Stück Dinslakener Geschichte wird wieder aufgebaut. Am Wochenende kam die Zusage der RAG, den Wiederaufbau des Kiosks an der Zechenmauer mit 10. 000 Euro zu unterstützen. Damit fehlen zwar noch 7415 Euro für die Finanzierung - allerdings entscheidet die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland im April über einen Förderantrag über 8000 Euro. Janet Rauch, Geschäftsleitung Stiftung Ledigenheim und Vorstand Forum Lohberg, ist optimistisch: "Im September können wir anfangen." Die Stadt hat die Baugenehmigung bereits erteilt.

Vor rund 90 Jahren wurde der Kiosk gebaut und diente erst als Schaffnerhäuschen, später machten die Kumpel auf dem Heimweg hier Station. Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres erhob Britta LQL die Bude zum Kulturkiosk - der im September 2014 abgerissen wurde. Nur die Fassade blieb und wurde im vergangenen Jahr umgetauft: Seitdem heißt der Kiosk "Blaue Bude - kleine Zeche". Zur Feier gab es Klümkes und Leckmuscheln. Wie früher.

Seit 2014 bemühen sich Janet Rauch und ihre Mitstreiter darum, die alte Bude wieder aufzubauen: 13 Quadratmeter Lohberger Geschichte. Die Original-Pläne lagen vor - nur die Sponsoren fehlten. Manchmal, bekennt Janet Rauch, hätte sie fast der Mut verlassen. 55. 915 Euro kostet der Aufbau der Bude - inklusive Kanalbau, von dem auch der Bergpark profitieren soll. Jeweils 10. 000 Euro kamen von der Bürgerstiftung der damaligen Sparkasse Dinslaken, Voerde, Hünxe, der Stadt Dinslaken (in Form des Kanalbaus), als Eigenleistung der Unternehmen (Bauleistung) und nun der RAG Stiftung. 5000 Euro gab die Stiftung Ledigenheim, 3000 kamen aus dem Verfügungsfond Lohberg, außerdem gab es eine Einzelspende in Höhe von 500 Euro.

Bauherr und Träger wird das Forum Lohberg sein, in die Realisierung werden die Schülerpersonalagentur des Deutschen Kinderschutzbunds, das Jugendquartiersmanagement und die Gemeinwesenarbeit des DKSB eingebunden.

In erster Linie an den Wochenenden soll die "Blaue Bude" als Informationszentrum für Lohberg samt Bergpark dienen, Besucher sollen Infos zu Radrouten und Ausflugszielen erhalten. Auch die Kunst soll wieder ein Zuhause in der Bude finden: Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil werden angeregt, ihre Kunst zu kreieren und dort auszustellen, Schulen, Kitas, OTs und Vereine können sich präsentieren. Und natürlich soll die "Blaue Bude" in erster Linie das sein, was sie einst war: Ein Kiosk, ein Treffpunkt, an dem man einen Kaffee trinken und Leckereien kaufen kann. Klümkes oder Leckmuscheln. Wie früher.

Quelle: RP
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