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Dinslaken
Immer noch über 4400 Menschen ohne einen Job

Dinslaken. Arbeitslosenquote im Bereich Dinslaken, Voerde und Hünxe auf 7,1 Prozent gesunken. Neue Anlaufstelle für Flüchtlinge.

Die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Dinslaken der Agentur für Arbeit liegt aktuell bei 7,1 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert (7,2 Prozent). Eine neue Aufgabe in diesem Jahr wird die Integration von anerkannten Flüchtlingen sein. Am Montag hat im Jobcenter Am Alten Drahtwerk der "Integration-Point" seine Arbeit aufgenommen. In der neuen Anlaufstelle für anerkannte Flüchtlinge kümmern sich zwei Mitarbeiter aus dem Bereich Markt und Integration sowie ein Mitarbeiter aus der Leistungsabteilung um die Jobchancen der Zugewanderten. Sie vermitteln bei Bedarf Deutschkurse und prüfen, welche Schul- und Berufsabschlüsse anerkannt werden können.

Tim Kersten, stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Dinslakener Arbeitsagentur, und Silvia Worring, Teamleiterin beim Jobcenter, gehen davon aus, dass sich der hiesige Arbeitsmarkt 2016 ähnlich stabil präsentieren wird wie 2015. Auch die Situation auf dem Ausbildungsmarkt sei im vergangenen Jahr zufriedenstellend gewesen, so dass auch eine Reihe von Altbewerbern, die in den Vorjahren leer ausgegangen waren, vermittelt werden konnten. Die Zahl der offenen Stellen ist im Dezember um 74 auf 485 gesunken, was jedoch auf die Wintersaison zurückgeführt wird. Von den 4419 Menschen ohne Arbeit in Dinslaken, Voerde und Hünxe sind 1073 Kunden der Arbeitsagentur und 3346 Langzeitarbeitslose, die vom Jobcenter betreut werden.

Es sind gleich mehrere erfreuliche Nachrichten, die die Chefin der Agentur für Arbeit in Wesel, Barbara Ossyra, verkündete. Das Motto für 2015: "Der Arbeitsmotor lief überwiegend rund." Beispiel Jugendarbeitslosigkeit: Durchschnittlich waren im Kreis Wesel 1734 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 234 weniger als 2014. Dazu stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Zum Stichtag waren es 127. 916 Personen, 1810 mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage nach Arbeitskräften legte ebenfalls zu. 13 .854 offene Stellen wurden 2015 gemeldet, 1124 mehr als ein Jahr zuvor. Problematisch bleibt die Langzeitarbeitslosigkeit. 7877 Menschen waren im Kreis länger als ein Jahr ohne Arbeit. Ein Blick ins soeben begonnene Jahr zeigt, dass die robuste Konjunktur, die Signale der Unternehmen und die Prognosen der Volkswirte Positives erwarten lassen.

Eine Herausforderung stellen die Flüchtlinge dar, die verstärkt auf den Arbeitsmarkt kommen. Zunächst sei aber mit steigenden Arbeitslosenzahlen zu rechnen, zumindest so lange, bis sie ausreichend Deutsch können, Abschlüsse anerkannt und Qualifikationen erworben wurden. Im Kreis Wesel gibt es mittlerweil über 5000 Flüchtlinge, so Ossyra. 195 Syrer meldeten sich 2015 arbeitslos (2014: 68). Hinzu kommen 102 Iraker (79), 19 Afghanen (15) und 27 Menschen aus Eritrea (weniger als 3).

(rme/P.H.)
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