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Voerde
Indoorspielplatz: Wohl noch zwei Jahre warten

Voerde. Ehemaliges Paurat-Gelände in Friedrichsfeld: Stadtverwaltung Voerde erklärt, dass noch Unterlagen fehlen.

Das Betreten ist verboten, mahnt ein Schild am hinteren Werkstor des ehemaligen Paurat-Geländes. Ohnehin ist die Zufahrt zugewuchert. Die Natur scheint das Gelände zu erobern - auf dem eigentlich schon seit Jahresbeginn ein Indoor-Spielplatz stehen sollte. Aber das wird wohl noch dauern.

Im Mai 2014 verkündete der CDU-Fraktionsvorsitzende Georg Schneider die gute Nachricht, dass auf dem brach liegenden Gelände ein Paradies für Familien entstehen sollte. Sogar Details waren schon bekannt: Zunächst sollte nur ein Teil des riesigen Geländes genutzt werden: Auf 1500 Quadratmetern der 7000 Quadratmeter überdachten Fläche sollten sich Kinder ab drei Jahren austoben können.

Tatsächlich reichte der Investor, der Attendorner Spannringe-Hersteller Hassan Vaez, Anfang 2015 einen Bauantrag ein, auch Unterlagen zum Brandschutz lagen bei. Allerdings fehlen laut Planungsdezernent Wilfried Limke noch weitere Unterlagen.

Ein wenig hat sich getan auf dem Gelände: Bäume und Sträucher wurden abgeschnitten - zum Teil sind sie "schon wieder nachgewachsen", so Georg Schneider. Auch die Fenster des ehemaligen Bürogebäudes wurden ersetzt, in der Halle wurden die Lichtkuppeln erneuert, erzählt Schneider. Die Halle ist von einem Bauzaun und Flatterband umgeben, im ehemaligen Bürogebäude brennt Licht, ein Dixie-Klo lässt auf das Vorhandensein von Arbeitern schließen.

Eigentlich hatte Vaez, als er vor einigen Jahren das Gelände und die alten Hallen samt Bürogebäude der Firma Paurat kaufte, damit etwas anderes vor: Der Unternehmer wollte einen Teil seiner Firma von Attendorn nach Voerde verlagern. Das funktionierte aber offenbar nicht. In Folge dessen wurde die Idee mit dem Indoor-Spielplatz geboren. Wer allerdings dort mittelfristig vorhatte, mit seinen Kleinen schöne Nachmittage zu verbringen, sollte sich nach etwas anderem umsehen. Denn dort werde zwar gearbeitet, so Schneider. Aber eben nur mit kleiner Truppe: drei Mann seien mit der Entrümpelung und Herrichtung der Halle beschäftigt. "80 Container Müll" hätten sie weggeschafft, auch in den vergangenen Tagen war der Wagen eines Entsorgungsunternehmens auf dem Gelände.

Offenbar waren laut Schneider auch zahlreiche Versorgungsleitungen mit Müll verstopft, sogar Gullideckel hätten darin gelegen. Es werde gearbeitet, so Schneider. Aber es dauere eben länger. "So etwa zwei Jahre" schätzt er, müssten sich die Familien wohl noch gedulden.

(aha/mt)
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