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Voerde
Jan Weilers Abenteuer im Biotop der "Pubertiere"

Voerde. Der Autor stellte in Voerde neue Geschichten aus seinem Familienleben vor. Das Publikum bog sich vor Lachen. Von David Knapp

Wie konnten diese "süßen, niedlichen Kinder" zu "muffeligen, maulfaulen und hysterischen Pubertieren" mutieren? Diese Frage stellte sich Familienvater Jan Weiler in der Aula des Gymnasiums Voerde. Der Versuchsleiter, also er selbst, versuchte dem Phänomen des "Pubertiers" auf den Grund zu gehen. Es sei hier gesagt: Das Phänomen wird nicht ergründet, doch die alleinige Beobachtung des "Pubertiers" in seinem natürlichen Umfeld könnte kaum humorvoller zu Papier gebracht werden als es der 48-jährige Weiler vollbracht hat.

Während das weibliche "Pubertier" (Weilers Tochter Carla, 16) zu seinen Aktivitäten "schimpfen, feiern, chatten" zählt, ist das männliche "Pubertier" (Sohn Nick, 13) eher mit "schweigen, zocken, eitern und stinken" beschäftigt. Weilers Schilderungen führten bei einigen Besuchern zu gefährlichen Lachkrämpfen, woraufhin selbst der Autor schmunzeln musste.

Ja, das "Pubertier" ist ein wirklich eigenes Wesen, ständig auf der Suche nach Wifi wie ein "toskanischer Trüffelhund", verständnislos und demütigend gegenüber den Eltern, ständig dagegen, nie dafür. Und wenn der Versuchsleiter denkt, endlich einen Hauch von Kultur im Gespräch von Carla und ihrer beste Freundin zu vernehmen, hat er sich verhört: Die Rede war von Whatsapp, nicht Woyzeck. Die mit einer bemerkenswerten Sachlichkeit, aber doch nicht ohne Empathie vorgetragenen Kurzgeschichten versetzten das Publikum in Lachekstase.

Weiler wird auch nach diesem fünften Auftritt weiterhin mit offenen Armen in Voerde empfangen werden.

Quelle: RP
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