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Dinslaken.
Kamera überwacht kleine Patienten

Dinslaken.: Kamera überwacht kleine Patienten
FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken.. Das Vinzenz-Hospital investiert auf der Kinderintensivstation in neue Technik: optimale Beobachtung über zwei Monitore. Von Rita Meesters

Dass die kleine Arwen das Leben mit einem Frühstart beginnen wird, war seit einiger Zeit absehbar. Nun liegt das nicht einmal einen Tag alte Mädchen in seinem Bettchen auf der Kinderintensivstation des Vinzenz-Hospitals - ein winziges Bündel Mensch, das mit etwas über zwei Kilo Geburtsgewicht gute Chancen auf ein gesundes Leben hat, wie Dr. Bernhard Uhl, Chefarzt der Geburtshilfe, erklärt.

Die kleinsten Patienten der Intensivstation bringen gerade 1000 Gramm auf die Waage. Um die erste kritische Lebensphase der Frühchen oder kranken Kinder optimal überwachen zu können, hat das Vinzenz-Hospital in eine Monitoranlage der neuesten Generation investiert, mit der die kleinen Patienten zentral und lückenlos überwacht werden können.

Arwens Mutter Alien Ochtrup wurde schon seit der 24. Schwangerschaftwoche im Vinzenz-Hospital betreut und kannte daher das Team und die Station bereits vor der Geburt. Die vorgeburtliche Betreuung sei wichtig, erklärt Dr. Christian Schmidt, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin. Eltern, die mit einer intensivmedizinischen Versorgung ihres Kindes rechnen müssen, könnten vorab die Station besichtigen, das baue Ängste ab. Die neue Monitoranlage bringt für Personal und Patienten Vorteile: Alle zwölf Intensivbetten und auch die vier Plätze in den Rooming-in-Zimmern, in denen Mütter sich auf die selbstständige Versorgung ihres Kindes vorbereiten können, werden von der Anlage beobachtet. Die Daten hat das Pflegepersonal über eine zentrale Einheit jederzeit im Blick. Das Besondere an der Anlage: Jedes Kind wird von zwei Monitoren überwacht, der kleinere ist mobil und wird schon bei der Geburt genutzt. So gehen Daten zum Beispiel auch bei Untersuchungen außerhalb des Zimmers nicht verloren.

Stolz ist man im Vinzenz auch auf das neue Beatmungsgerät. Mit ihm ist eine schonendere Beatmung möglich, eine leichte Atemmaske kann in vielen Fällen den Tubus in der Luftröhre ersetzen. "Viele Krankenhäuser bauen ihre Geburtshilfe zurück, wir haben uns entschlossen, das Angebot auszubauen", berichtet Dr. Bernhard Uhl. Rund 200 000 Euro investierte das Haus in die neue Technik. Besonders geschätzt werde die Kinderintensivstation auch wegen der persönlichen Atmosphäre, ergänzt Dr. Christian Schmidt. Das berichten gerade Eltern, deren Kinder aus großen Kliniken nach Dinslaken verlegt werden. "Es wird hier auf Wünsche und Sorgen eingegangen." Trotz aller Fürsorge - am schönsten ist es, wenn die Kleinen gesund den Weg ins heimische Kinderzimmer antreten können.

Quelle: RP
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