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Voerde
Kaspar konzentriert sich auf die Finanzen

Voerde: Kaspar konzentriert sich auf die Finanzen
Kämmerin Simone Kaspar gibt im Zuge der neuen Arbeitsverteilung im Rathaus einige Arbeitsfelder ab. Die Finanzen bleiben ihr Schwerpunkt. FOTO: RP-Archivfoto
Voerde. In der Voerder Verwaltung werden die Dezernate neu zugeschnitten. Bürgermeister übernimmt mehr Arbeit. Von Heinz Schild

Simone Kaspar hat in den zurückliegenden Jahren einen "hervorragenden Job" als Dezernentin gemacht. Darin waren sich Bürgermeister Dirk Haarmann und die CDU-Fraktion in der gestrigen Ratssitzung einig. Dass er nun die Dezernate neu zuschneiden und die Fachbereiche und Zuständigkeiten verändern will, begründete der Verwaltungschef mit einer notwendigen Verbesserung der Arbeitsabläufe und Strukturen sowie einer Stärkung des Finanzbereiches. Der Rat gab zu den Plänen grünes Licht, auch die CDU stimmte mehrheitlich zu, obwohl ihr dies sicherlich nicht leicht gefallen ist.

Denn die neue Arbeitsverteilung hat zur Folge, dass Kämmerin Simone Kaspar, die bei der zurückliegenden Kommunalwahl als Bürgermeisterkandidatin von der CDU getragen wurde, nun einige Bereiche abgeben muss. Ihre künftige Zuständigkeit erstreckt sich auf Finanzen und Steuern, Rechts- und Bürgerservice sowie allgemeine Ordnung. Die Geschäftsfelder Sport und Kultur, Schulen, Soziales und Jugend gibt sie ab, denn diese gehen an den Bürgermeister. Dirk Haarmann übernimmt damit deutlich mehr Arbeit. Er trennt sich vom Rechtsamt, das an Simone Kaspar geht.

Die CDU wollte über den Neuzuschnitt der Dezernte gestern nicht in eine kontroverse Diskussion einsteigen, weil dies den Leistungen von Simone Kaspar nicht gerecht geworden wäre. Zudem wird die Haushaltskonsolidierung als das wichtigste Thema von den Christdemokraten angesehen, wie deren stellvertretender Fraktionschef Ingo Hülser verdeutlichte. Allerdings räumte er auch ein, dass die CDU für eine andere Lösung bei der künftigen Arbeitsverteilung keine politische Mehrheit finden würde. Ja zu den Plänen des Verwaltungschefs sagte FDP-Ratsherr Bernhard Benninghoff. "Der Bürgermeister hat die stärkste Stellung in der Verwaltung und muss daher auch bestimmen können, wer was macht", begründete der Liberale seine Zustimmung. In der anschließenden Abstimmung enthielten sich drei christdemokratische Ratsmitglieder der Stimme, alle übrigen Ratsvertreter votierten für den Vorschlag des Bürgermeisters.

Lebhaft diskutiert wurde über den gemeinsamen Antrag von CDU und WGV, bei den Personalkosten bis 2021 zehn Prozent (rund 1,7 Millionen Euro) einzusparen. Die prozentuale Vorgabe stieß dabei auf deutlichen Widerspruch, obwohl es im Rat nicht am Willen fehlte, im Personalbereich zu sparen. Nun soll sich der Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung ergebnisoffen mit dieser Thematik befassen.

Quelle: RP
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