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Dinslaken
Keine Einigung über Eintrittspreise

Dinslaken: Keine Einigung über Eintrittspreise
Die Entgelte für einen Museumsbesuch - hier ein Blick in die neu konzipierte Dauerausstellung - sollen erhöht werden. Einigen konnten sich die Mitglieder des Kulturausschusses jedoch gestern nicht. FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Der Kulturausschuss stimmt der vorgeschlagenen Anhebung der Entgelte für einen Besuch im städtischen Museum Voswinckelshof noch nicht zu. Auch die Festeinstellung einer Archiv-Mitarbeiterin ist weiter ungewiss.

Es sei ein Armutszeugnis für den Kulturausschuss, das er nicht über ureigene Bereiche seiner Zuständigkeit entscheiden könne und sie in den Finanzausschuss verschieben müsse - Horst Dwenger, Urgestein der SPD im Kulturausschuss, verstand wohl gestern die Welt nicht mehr.

Um eine neue Benutzungs- und Entgeltordnung für das Museum Voswinckelshof ging es gestern bei der Sitzung des Kulturausschusses. Die Stadtverwaltung hatte vorgeschlagen, die Eintrittsgelder für den Besuch des Museums mit Beginn des kommenden Jahres gestaffelt zu erhöhen, erstmals seit 1999 übrigens. Auf drei Euro für das Jahr 2017 und dann in 50-Cent-Schritten bis zu 4,50 Euro im Jahr 2022 sollen die Eintrittsgebühren für einen Erwachsenen steigen. Die ermäßigten Preise sollen von 1,50 Euro in 2017 bis auf drei Euro in 2022 klettern. Hinzu kommen die Sondergebühren für eine Führung durch die Dauer- oder Sonderausstellung und Sonderveranstaltungen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Kindergartengruppen oder Schulklassen sollten dagegen freien Eintritt haben. Für alle anderen Besucher, so der Vorschlag von Kulturdezernentin Christa Jahnke-Horstmann, sollte es einen Tag in der Woche geben, an dem sie keinen Eintritt bezahlen müssen.

Während Malte Kemmerling von der Bewegung für nachhaltige Politik die Gebühren für vertretbar hielt - er hatte sie zuvor mit studentischen Freunden diskutiert - plädierten Grüne, Linke und CDU für einen prinzipiell freien Eintritt ins Museum als Zeichen für eine bildungs- und kulturfreundliche Stadt.

Diskutabel sei der Eintritt für Sonderausstellungen. Doch gerade hier zeigte die SPD ihre Bedenken auf. Grundsätzlich hielt sie die Gebührensteigerung für sozialverträglich. Eine Gebühr eigens für den Besuch der Sonderausstellung sei nicht machbar, da aufgrund der baulichen Beschaffenheit des Museums eine Überprüfung, ob der Besucher in die Dauer- oder Sonderausstellung ginge, ohne zusätzlichen Personalaufwand nicht überprüfbar sei. Die CDU meldete schließlich noch internen Diskussionsbedarf an und bat um ein Verschieben des Tagesordnungspunktes in den nächsten Finanzausschuss. Ebenfalls verschoben wurde der Beschluss zur Einrichtung einer unbefristeten Stelle für das Stadtarchiv. Es fehle eine detaillierte Arbeitsplatzbeschreibung für Archivarin, Mitarbeiterin und Sekretärin. Erst dann könne Politik entscheiden, ob der seit Jahren befristete Arbeitsvertrag einer Mitarbeiterin in einen unbefristeten umgewandelt werden könne. Der befristete laufe ja noch bis zum 31. Dezember, man hätte also Zeit, so der Ausschussvorsitzende Ronny Schneider (SPD).

(big)
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