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Voerde
Keine Querungshilfe für die Frankfurter Straße

Voerde: Keine Querungshilfe für die Frankfurter Straße
Zur Sicherung des Schulweges an der Frankfurter Straße soll, so die Forderung, wie hier an der Kreuzung Breiter Deich eine Querungshilfe errichtet werden. Straßen.NRW sei dazu nicht bereit, berichtete Bürgermeister Haarmann. FOTO: Fröhlich
Voerde. In der Infoveranstaltung mit Bürgermeister Dirk Haarmann in Löhnen ging es auch um den Wunsch nach einer Schulwegsicherung.

Verkehrsprobleme auf großer wie auch auf kleinerer Ebene waren bei der knapp dreistündigen Infoveranstaltung mit Bürgermeister Dirk Haarmann am Dienstagabend in "de alde School" in Löhnen ein zentrales Thema. Als der Verwaltungschef vor mehr als 30 Zuhörern auf die "allgemeine Großwetterlage" einging, brachte er als erstes das Straßenbauprojekt der neuen B 8 zur Sprache, das zum größten Teil Voerder Stadtgebiet treffen würde und das die Kommune als mit ihren Ortsbelangen "unverträglich" ablehnt. Nach Gesprächen der Stadt mit Vertretern des Bundes- und des Landesverkehrsministeriums und dabei getroffenen Aussagen sieht Haarmann auf der übergeordneten Ebene kein Interesse daran, "etwas durchzudrücken, was keinen Konsens erfährt" und glaubt daher das Projekt bereits vom Tisch. Er gehe nicht davon aus, dass man vom "Gespenst der B 8 neu" in der geplanten Form noch rede.

Gleichwohl hält er es "vom Verfahren her" für richtig, dass angesichts der Verkehrsbelastung durch die B 8 in Dinslaken die "vorrangige Bedarfslage", mit der das Straßenbauvorhaben im Bundesverkehrswegeplan 2030 eingestuft ist, "weiterhin begründet" bleibt. Ohne Verbleib im Bundesverkehrswegeplan bekomme das Land kein Geld für die Planung. Haarmann ist überzeugt, dass es Möglichkeiten gibt, ohne "große Einschnitte" nach der Maßgabe "Ausbau vor Neubau" zu planen - etwa, indem auf der vorhandenen Trasse eine Entlastung herbeigeführt wird, die durch eine "ordentliche Verteilung der Verkehrsströme" erzielt werde. Als eine Maßnahme müsste der Verkehr im Bereich der Ausfahrt A 59/B 8 schon entsprechend gelenkt werden.

Speziell auf Löhnen bezogen berichteten Bürger in der Info-Veranstaltung, dass in den Tempo-30-Zonen häufig zu schnell gefahren werde. Die Stadt hatte in dem Ortsteil zuletzt im Frühjahr eine Messtafel aufgestellt - mit dem Ergebnis, dass 85 Prozent aller Fahrzeuge langsamer als 34 Stundenkilometer waren, in zwei, drei Einzelfällen sei maximal 45 km/h gefahren worden und nachts habe es zwei gegeben, die mit 60 km/h unterwegs gewesen seien, bilanzierte Haarmann. Der Bürgermeister sagte zu, dass dort, wo möglich, die Beschriftung auf der Fahrbahn erneuert wird und nahm die Bitte auf, die Stadt möge an den drei Zufahren zum Spielplatz Schilder mit einem Hinweis auf diese Flächen aufstellen. Haarmann stellte eine solche Maßnahme unter der Bedingung in Aussicht, dass sie "verkehrsrechtlich zulässig" ist.

Negativ beantworten musste er den Wunsch einer Mutter nach einer Schulwegsicherung. Kinder, die aus Löhnen Richtung Voerde unterwegs seien, hätten keine Möglichkeit, die Frankfurter Straße sicher zu queren. Haarmann, der der Mutter Recht gab, erklärte mit Blick auf die Kreuzung Frankfurter Straße/Breiter Deich, dass die Stadt zu diesem Thema seit Jahren mit Straßen.NRW in der Diskussion sei, es dort aber mit Verweis darauf, dass es sich um eine Landesstraße, also eine Vorrangstraße handelt, nach wie vor keine Bereitschaft gebe, dort eine Querungshilfe einzurichten. Was die Stadt aktuell noch prüfe sei, ob an der Frankfurter Straße Schilder aufgestellt werden können, die darauf hinweisen, dass dort die Fahrbahn gequert wird.

(P.K.)
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