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Dinslaken
Kinderheim-Areal wird zum Wohngebiet

Dinslaken: Kinderheim-Areal wird zum Wohngebiet
Präsentierten das Projekt: (v.l.) Otfried Sinner, Dr. Thomas Palotz und Frank Etzelmüller, an den sich interessierte Häuslebauer wenden können. FOTO: Kempken
Dinslaken. Auf dem 3400 Quadratmeter großen Grundstück baut die Firma Traumhaus 16 Einfamilienhäuser.

Die Gebäude sind schon seit längerem eingezäunt, das Gelände an der Sterkrader Straße ist zugewachsen. Seit gut einer Woche steht nun auf dem Gehweg ein Bauschild. Es ist das sichtbare Zeichen, dass sich auf den Grundstück des ehemaligen Kinderheims etwas verändern wird.

Gestern hat die Firma Traumhaus von der Stadt die Abrissgenehmigung erhalten, bei einem Ortstermin erläuterten Baudezernent Dr. Thomas Palotz und Otfried Sinner, Geschäftsführer der Firma Traumhaus, was an der Sterkrader Straße entstehen soll.

Neben den Informationen zu den Häusern, die auf dem rund 3400 Quadratmeter großen Grundstück errichtet werden sollen, ging es auch darum, dass dieses Projekt mit Unterstützung der Stadt umgesetzt wird. Denn sie hat beim Verkauf des Geländes auf Geld verzichtet. Wie Thomas Palotz erklärte, hätte Dinslaken für das Areal eine höhere Einnahme erzielen können, die Stadt habe aber bewusst drauf verzichtet, weil sich das im Kaufpreis der Häuser widerspiegelt. Der Preis, die Häuser sind ab 199000 Euro zu haben, soll dafür sorgen, dass sich im Ortsteil Barmingholten junge Familien ansiedeln können. Und mit diesem Preis bewege man auf einem anderen Niveau als in Dinslaken üblich.

Palotz zeigte sich erfreut, mit dem Unternehmen Traumhaus, das auch im Wohnquartier Lohberg aktiv ist, einen geeigneten Partner gefunden zu haben. Dieses Projekt mit Wohnhäusern für Familien sei eine Chance, den Stadtteil zu verjüngen, so Palotz. Und er ist froh, dass der Rat der Empfehlung der Verwaltung gefolgt ist und den Verkaufspreis akzeptiert hat. Zumal auch andere Investoren Interesse an dem Gelände hatten.

Nun entstehen mit Kalksandstein massiv gemauerte 16 Einfamilienhäuser, die über einen Niedrigenergiestandard der Klasse KfW 55 verfügen. Das mache es für Familien interessant, so Sinner, da sie KfW-Fördermittel erhalten. Die Häuser haben zudem eine eigene Energieversorgung im Nahwärmeprinzip. Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 120 bis hin zu 300 Quadratmeter mit jeweils einem Stellplatz und einem Carport pro Haus. Die Wohnfläche von 141 Quadratmeter verteilt sich auf fünf Zimmer, es gibt keinen Keller, aber dafür sei der Spitzboden gut zu nutzen.

Zudem entsteht eine Heiz-Technik-Zentrale, von der aus alle Häuser versorgt werden. Das Konzept sieht vor, dass sich die Eigentümer zu einer Eigentümergemeinschaft zusammenschließen. "Es sind sozusagen 16 Eigentumswohnungen, die nebeneinander liegen", so Palotz. Für drei Jahre übernimmt zunächst die Firma Traumhaus die Verwaltung.

(mt)
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