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Dinslaken
Kindertagesstätten: Das Wichtigste ist die Personalausstattung

Dinslaken. "Wir versuchen, den Trägern und Kommunen zu helfen und nehmen dafür mehr Geld in die Hand, auch wenn wir nicht alle Wünsche erfüllen können." Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Michael Heidinger besuchte gestern Stefan Zimkeit SPD-Landtagsabgeordneter für Dinslaken und Sterkrade, die Kita Edithweg. Der finanzpolitische Sprecher seiner Fraktion informierte sich bei Leiterin Monika Chilla-Wettig über die Arbeit der Einrichtung und besprach die seit diesem Monat eingetretenen Änderungen beim Kinderbildungsgesetz (Kibiz).

Um die finanzielle Situation der Kindertagesbetreuung zu verbessern, werde das Land mehr als eine halbe Milliarde Euro für die nächsten drei Kindergartenjahre zur Verfügung stellen, davon über 300 Millionen für den laufenden Betrieb bis 2018/19, so Zimkeit. Weitere 100 Millionen Euro aus den Betreuungsgeld-Mitteln setze das Land für ein Investitionsprogramm, insbesondere für zusätzliche Plätze für über Dreijährige ein. Seit dem 1. August erhielten alle Träger von Kitas zusätzliche Zuschläge auf die Kindpauschale, bis zum Kindergartenjahr 2018/19 werde die jährliche Anpassung auf drei Prozent verdoppelt. Dafür stelle das Land 200 Millionen Euro bereit. "Für Dinslaken sind das 600 000 Euro", sprach Zimkeit von einer "überbrückenden Hilfe". Ein neues Gesetz und eine neue Finanzierungsstruktur für die Kitabetreuung seien in Vorbereitung. "Bildungschancen sind Lebenschancen, wir sind dankbar für diese Schwerpunktsetzung des Landes, Hand in Hand mit den Kommunen", sagte Heidinger. "Wir haben engagierte Erzieher und Erzieherinnen, die Stärken von Kindern in den Vordergrund stellen." Das zusätzliche Geld sei eine "gute Grundlage, auch wenn es unsere Finanzprobleme nicht löst".

"Sämtliche Konzepte sind eng mit dem Personalschlüssel verbunden, gute Arbeit ist nur mit zusätzlichem Personal möglich", wies Kita-Leiterin Monika Chilla-Wettig auf ein gutes Gesamtpaket Bildung hin, aber auch auf höhere Krankenstände im Kindergartenbereich. "Kinder brauchen Bezugspersonen zur Wertevermittlung in einer sich verändernden Gesellschaft".

Auch der Bereich Sprachförderung war Thema des Gesprächs. "Dies ist bei uns in den Alltag eingebunden. Wir sind eine integrative und inklusive Einrichtung", so die Leiterin. Michael Heidinger: "Wir gehen von einem breiteren, erweiterten Bildungsbereich aus. Die Weichen werden hier gestellt." Auch forderte er eine "Entbürokratisierung des Systems". Zimkeit: "Wir müssen das Finanzierungssystem zusammen mit Kommunen und Trägern neu überdenken. Der Personalschlüssel ist ein zentraler Punkt."

(P.N.)
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