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Dinslaken
Kindgerechte Bibelgeschichten

Dinslaken: Kindgerechte Bibelgeschichten
Dinslaken. Biblische Theaterstücke, Singen und Basteln standen wieder im Mittelpunkt der Kinderbibelwoche in Dinslakens Stadtmitte.

Torben und Svenja sind Geschwister und zum ersten Mal dabei: bei der Kinderbibelwoche, die die Katholische Pfarrgemeinde Sankt Vincentius und die Evangelische Kirchengemeinde Dinslaken in den Herbstferien veranstalten. "Uns gefällt es richtig gut", sagen beide und kommen gleich auf das Singen mit den rund 100 Kindern und 25 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern zu sprechen. Lieder wie "Laudato si" und "Mein Gott ist Spitze" kennen sie schon von Campinggottesdiensten auf der Grav-Insel und von den Schulgottesdiensten. Lieder werden an jedem Morgen gesungen, begleitet von einer Combo unter Leitung von Daniela Grüning aus Klavier, Geige, Flöte und Gitarre. Namensschilder, die jedes Kind zu Beginn gestaltet hat, haben den beiden Neulingen geholfen, sich einzufinden. Dazu die Aufteilung in elf Kleingruppen, die als Kennzeichen jeweils ein Tier nutzen. Svenja spielt in den Pausen gerne mit ihrem Gruppentier, einer eineinhalb Meter langen grünen Riesenschlange, die Lukas und Johanna, ihre jugendlichen Gruppenleiter, mitgebracht haben.

Ein großes Handpuppentier steht auch im Zentrum der biblisch inspirierten Theaterstücke, die am Morgen auf der Bühne des Gemeindehauses aufgeführt werden: Klippi, der Klippdachs, der in der Wüste am Toten Meer seine Felshöhle hat. Er erzählt den Kindern von seinen Begegnungen mit Gestalten der Bibel. Der junge David hat sich auf der Flucht vor König Saul in seiner Höhle versteckt und dem König in einem günstigen Moment einen Streifen seines Gewandes mit dem Schwert abgeschnitten. Dieses Beweisstück hält David Saul vor und macht dem König klar, dass er ihn hätte töten können, aber im Hören auf Gott lieber verschont hat. So lernen die Kinder, was es heißt, Gott, dem guten Hirten, zu vertrauen: lieber Gewalt nicht mit Gewalt beantworten, sondern mit Klugheit den Feind zum Freund gewinnen.

In einer anderen Geschichte holt Klippi Jesus und seine Jünger auf die Bühne. Am unfruchtbaren Feigenbaum lernen sie, dass Gott Bäumen und Menschen lieber eine zweite Chance gibt, als alles Unfruchtbare abzuholzen. Zu den Geschichten werden Schafe aus Pappe und Wolle gebastelt, Bäumchen in kunstvoll verzierten Tontöpfen gepflanzt, die später in den Kinderzimmern und auf Balkonen ein Zuhause finden.

Quelle: RP
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