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Dinslaken
Kinoprojekt: Happy End für 2017 geplant

Dinslaken. Die Geschichte des geplanten Neubaus der Lichtburg in Dinslaken beschäftigt Mutter Heidrun und Tochter Heike Grießer nun schon seit einigen Jahren. Trotz Rückschlägen wollen sie nicht aufgeben.

Wäre dies ein Film, würde dafür garantiert ein Überlängen-Zuschlag fällig. Denn die Geschichte des geplanten Kinoneubaus für Dinslaken beschäftigt Mutter Heidrun und Tochter Heike Grießer nun schon einige Jahre. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Doch wenigstens trägt die nächste Szene eine hoffnungsvolle Überschrift: "Ich will dieses Kinocenter haben und kämpfe weiter", sagt Heike Grießer, die seit 2014 die Lichtburg verantwortlich führt.

Dabei hätte sie besonders nach den jüngsten Ereignissen allen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Seit Weihnachten 2015 schienen die Grießers, die von ihnen beauftragte Beratungsfirma "Consulthies" sowie die Stadt Dinslaken den Kinoneubau in trockenen Tüchern zu haben.

Ein Unternehmen aus Xanten mit Kinoerfahrung wollte auf dem städtischen Gelände der ehemaligen Feuerwache bis zur Karlstraße einen dreiteiligen Komplex mit Kino, Parkhaus und Gewerbeflächen (möglicherweise ein Ärztehaus) realisieren, die Grießers hätten darin das Kino betrieben. Zeitplan: Den achten Teil der "Star Wars"-Reihe im Winter 2017 wollten die Grießers im neuen Kino zeigen.

Das Vorhaben schien sicher, Heike Grießer war bereits dabei, Technik, Einrichtung und Kinosessel auszuwählen, als das Unternehmen im April unerwartet einen Rückzieher machte. Man wolle sich auf zwei internationale Ausschreibungen konzentrieren, habe derweil keine Kapazitäten für das Dinslakener Kinoprojekt, soll es aus Xanten geheißen haben.

Für die Grießers, die bei der Nachricht aus den sprichwörtlichen Wolken fielen, war das der dritte herbe Schlag innerhalb der vergangenen vier Jahre. Zunächst schwächten die notwendigen Investitionen in das Dach der Lichtburg ihre Kreditwürdigkeit, dann kam die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe als eingeplanter potenzieller Geldgeber für das Kinoprojekt ins Straucheln. Und jetzt springt der Partner ab, der das Projekt realisieren wollte.

"Dass die Familie Grießer ganz genau weiß, was sie tut, sieht man alleine daran, dass die Lichtburg im vergangenen Jahr rund 140 000 Besucher hatte. Von der Auslastung her ist das Top of the Pops in Deutschland", sagt Berater Meinolf Thies, der selbst mehrere Kinos in Nordrhein-Westfalen betreibt. Das Grießer-Konzept für Dinslaken sei absolut schlüssig und könne funktionieren, weil die Betreiber die Stadt und ihr Kundenpotenzial ganz genau kennen. Lobend erwähnt Thies Lichtburg-Chefin Heike Grießer, die sich mit Hospitationen in größeren Unternehmen und Fortbildungen gezielt auf den hoffentlich bald vergrößerten Betrieb vorbereitet.

Vor diesem Hintergrund sind die Beteiligten, die schon heute Gespräche mit weiteren potenziellen Geldgebern führen, guter Dinge, bald positive Nachrichten vermelden zu können. "Wenn wir nach den Sommerferien alles in trockenen Tüchern haben, kann es mit dem ersten Kinostart zu Weihnachten 2017 noch klappen", hofft Meinolf Thies.

(kub)
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