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Voerde
Kirchenchor macht Vespermusik zum Klanggenuss

Voerde. Helle und klare Stimmen klingen zu sanfter Orgelmusik durch die Kirche Sankt Peter in Spellen. Die Sängerinnen des Kirchenchors stimmen die "Pharisäer und Zöllner Motette" von Heinrich Schütz an. Dann haben die Damen eine kurze Pause. Jetzt sind die Sänger des Chores am Zug und lassen mit ihren volltönenden Stimmen tiefe Töne erklingen. Dann vereinigen sich die die Stimmfarben von Männern und Frauen mit dem Orgelspiel von Chorleiter Dr. Gerd-Heinz Stevens zu einem dichten Klanggefüge, das die Zuhörer in der Kirche fesselt. Von Florian Langhoff

Es ist ein buntes Konzertprogramm, das sich der Kirchenchor Sankt Peter Spellen für die Vespermusik zum Cäcilienfest zu Ehren der Patronin der Kirchenmusik, Cäcilia von Rom, zusammengestellt hat. In der gut besuchten Kirche stimmen die Chormitglieder mitreißende Werke wie das "Cantate Domino" von Alexander Gretchaninoff oder "Gott, Großer König" von Friedrich Wilhelm Marpurg an.

Hier entfaltet sich die ganze Kraft der Singstimmen des Kirchenchores bei dessen Heimspiel in Spellen. Doch auch besinnlichere Töne wie in Dimitri Bortnianskys "O Herr, gib Frieden" beherrschen die Chormitglieder gekonnt. Bei dem langsamen Stück sorgen sie mit einem Spiel aus lauteren und leiseren Tönen für eine besondere Klangkulisse.

Im Rahmen des Konzertes werden auch einige der Sängerinnen und Sänger für ihre langjährige Mitgliedschaft im Chor ausgezeichnet. Seit 65 Jahren ist Klärchen Ogurek mit dabei. Auf 50 Jahre Mitgliedschaft bringen es Monika Gossen, Angelika Beckedahl und Johannes Beckedahl. Für 40 Jahre im Kirchenchor wird Bärbel Schmidt von Pfarrer Wilhelm Kolks ausgezeichnet. Der nutzt die Gelegenheit, um Werbung für eine Mitgliedschaft im Kirchenchor Sankt Peter zu machen: "Das ist eine ganz tolle Truppe, die nicht nur zusammen singt, sondern auch sonst ganz viel zusammen macht", erklärt Kolks.

Für Abwechslung im Konzertprogramm sorgen die Auftritte der Instrumental-Solisten. Während Annemieke Schwarzenegger - bekannt aus so manchem Klassik-Konzert in der Dinslakener Tiefgarage - ihrem Violoncello teilweise finstere Töne entlockt wie in Paul Hindemiths "Solo-Sonate für Violoncello", steuert Chorleiter Dr. Gerd-Heinz Stevens an der Truhen-Orgel mit dem "Rondo in A-Dur" von Johann Baptist Vanhal eher fröhliche und helle Töne bei.

Mit dem "Te deum" des letztgenannten Komponisten verabschiedet sich der Kirchenchor dann auch von seinen Zuhörern in der Spellener Kirche.

Die belohnen den Kirchenchor mit Applaus und erhalten dafür eine Zugabe.

Quelle: RP
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