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Dinslaken
Kita-Standort im Kreativ.Quartier geeignet?

Dinslaken. Stadtverwaltung hat Bedenken. Gespräche mit Projektpartner RAG sollen für Klärung sorgen. Von Heinz Schild

Auf dem ehemaligen Zechengelände, dem heutigen Kreativ.Quartier Lohberg, soll eine dreigruppige Kindertagesstätte als Ersatz für die Kita Teerstraße entstehen. Träger der neuen Einrichtung wird die Arbeiterwohlfahrt sein. Die Planungen der Stadtverwaltung und die von ihr geführten Gespräche mit RAG Montan Immobilien als Besitzerin des Areals sind bereits weit fortgeschritten. Es gab Verkaufsverhandlungen, Kommune und RAG einigten sich über den Kaufpreis. Doch jetzt sind Bedenken aufgetreten, die neue Gespräche erforderlich machen. "Das Grundstück wird von uns nur gekauft, wenn es in jeder Hinsicht für die Errichtung einer Kita geeignet ist", erklärte Christa Jahnke-Horstmann, Beigeordnete der Stadt Dinslaken, den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses in deren Sitzung, die gestern im Lohberger Ledigenheim stattfand.

Will die Stadt das Grundstück an der Hünxer Straße kaufen und - wie vorgesehen - auch die ehemalige Heizzentrale für die Kita nutzen - muss sie eine Emissionsschadensverzichtserklärung leisten. Dies wertete Jutta Frenk von der UBV schon allein als Grund, um sich von diesem Standort zu verabschieden. Hinzu kommt, dass in unmittelbarer Nähe des geplanten Kindergartens eine Grubenwasserhebeanlage entstehen wird. Über den beiden Schächten des ehemaligen Bergwerks werden zwei Hebeanlagen entstehen, dazu ist der Bau von 40 Meter hohen Gebäuden notwendig. Für die künftige Wasserhaltung werden Rohre 800 Meter tief in die Schächte eingelassen, die dann mit Beton verfüllt werden. Das Verschließen der Schächte dauert voraussichtlich bis 2021, der Endausbau für die Wasserhaltung ist für 2030 vorgesehen. Da drängte sich natürlich die Frage auf, ob dadurch der neue Kindergarten beeinträchtigt wird. "Es haben sich Bedenken ergeben, die geklärt werden müssen", sagte Christa Jahnke-Horstmann. Und die Klärung soll schnellstmöglich geschehen.

Zur Entwicklung des Kreativ.Quartiers Lohberg ist die Stadt Dinslaken eine Projektpartnerschaft mit der RAG Montan Immobilien eingegangen und kann deshalb nicht allein entscheiden, welches Grundstück für die geplante Kita genommen wird. "Wir werden jetzt mit unserem Projektpartner darüber sprechen", kündigte Jahnke-Horstmann an. Auch wenn es ihr am liebsten wäre, wenn die neue Kita schon stehen würde, weil die Awo den Ersatzbau dringend benötigt, so ließ die Beigeordnete keinen Zweifel daran, dass bei einer so sensiblen Einrichtung alle Fragen geklärt werden müssten. Im Ausschuss wurde bereits das Grundstück der ehemaligen Fahrradwache der Zeche als Alternativstandort für die Kita ins Gespräch gebracht. Ausschussvorsitzender Thomas Giezek meinte, dass die Kommune nicht auf die RAG angewiesen sei. Schließlich könne die Stadt den Kindergarten auch auf dem alten Lohberger Hauptschulgelände bauen.

Quelle: RP
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