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Reportage Am Montag
Kitschige Weihnachtsdekoration ist out

Reportage Am Montag: Kitschige Weihnachtsdekoration ist out
Die Auswahl an Weihnachtssternen ist auch im Baumarkt Stewes groß. Der stellvertretende Marktleiter, Marcel Sommer berät Kay Willersen. FOTO: Büttner
Dinslaken. Die Nachfrage nach bunten Lichterketten ist gesunken. Traditionelle Farben und Dekorationen aus natürlichen Materialien kommen in der Adventszeit besser bei den Menschen an. Auch die Naturtanne ist beliebter als das Plastikprodukt. Von Hendrik Gaasterland

dinslaken Dass Weihnachten schon bald vor der Türe steht, ist beim Hagebaumarkt Stewes bereits auf dem Parkplatz nicht zu übersehen. Überall transportieren die Menschen eingenetzte Weihnachtsbäume auf den Wägelchen zu ihren Autos, schnüren sie auf den Dächern der Fahrzeuge fest oder legen sie behutsam in den Kofferraum. Der Christbaum gehört zum Weihnachtsfest im Wohnzimmer einfach dazu, doch an zusätzlicher Dekoration darf es in den meisten Haushalten auch nicht fehlen. Stewes deckt dabei fast jeden Geschmack ab: "Bei uns dürfte es so ziemlich alles an weihnachtlicher Dekoration oder an Sachen, die zu Weihnachten dazugehören, geben", meint Helmut Rohde von der Marktleitung.

Kitsch ist jedoch bei den Kunden heutzutage nicht mehr allzu sehr gefragt. Bunte Lichterketten sind out, die Nachfrage danach stark gesunken. Wofür sich die Menschen interessieren, sind vielmehr stromsparende LED-Lichterketten, die Stewes vom grellen bis zum warmen Farbton in jeder Variante führt. Auch beim Preis unterscheiden sich die Lichterketten. Wer auf Komfort steht und nicht viel Kabel sehen möchte, kann auch weit über 100 Euro für die neue Kette an seinem Baum ausgeben. Apropos Baum - die Nordmanntanne bleibt auch in diesem Jahr die Nummer eins bei den Dinslakener Stewes-Kunden.

Anfang Dezember war bislang die beste Verkaufsphase der Tannen. Bevor für die Kunden der übliche Weihnachtsstress begann, schlugen sie bei der Baumauswahl bereits zu. "An den Wochenenden ist die Nachfrage aber immer noch besonders groß. Manchmal kommt es auch vor, dass die Kunden Bäume mit Ballen kaufen wollen, um sie nach Weihnachten dann im Garten einzugraben", berichtet Helmut Rohde. Im Hagebaumarkt gibt es aber nicht nur Bäume und die nicht zu vergessenen Ständer, sondern schon fast eine eigene Weihnachtsabteilung, in dem jeden Dekorations-Fan das Herz aufgehen dürfte. Es gibt Kerzen in allen Farben, Gestecke, Winter-Blumen, Grußkarten, Kugeln, Spitzen, Sterne und Laternen - oder auch das kitschige Lametta. "Besonders beliebt sind die klassischen Farben. Rot und Gold gehen in jedem Jahr gut", weiß Helmut Rohde. Nicht fehlen dürfen im Angebot bei Stewes die künstlichen Weihnachtsbäume. Vom Modell "Brixen" mit einer Höhe von 120 Zentimetern für 19,95 Euro bis zum 2,15 Meter großen Modell "Zermatt" aus einem naturgetreuen Nadelmix samt LED-Lichterkette für 299 Euro werden sämtliche Wünsche erfüllt. "Die Nachfrage nach den künstlichen Bäume ist vereinzelt da. Es besteht noch ein großer Unterschied zum Naturbaum", sagt Helmut Rohde.

Im Blumengeschäft Vahnenbruck am katholischen Krankenhaus sind fast alle Dekorationsstücke aus natürlichen Materialien. "Das ist von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich, aber unseren Kunden und auch uns gefällt dies am besten. Kitsch ist nicht unser Geschmack", sagt Melanie Sander. Sie schwärmt in diesem Jahr von Christrosen im Topf, die ab knapp 13 Euro zu haben sind: "Sie sind winterfest und wenn man 18 oder 19 für sie investiert, hat man eine wirkliche tolle Pflanze für zu Hause. Dies ist nicht ganz günstig, aber man hat auch mehrere Jahre was von ihr."

Die besten Tipps gegen den Weihnachtsstress FOTO: AP

Bei Vahnenbruck sind in der Adventszeit bisher auch die traditionellen Farben am meisten gefragt. Rote und weiße Kerzen stehen bei den Kunden ganz oben auf der Einkaufsliste - aber auch graue finden ihren Absatz. Genauso wie die modernen Deko-Weihnachtsbäume aus Holzleisten oder die rustikalen Baumanfertigungen aus verrostetem Metall. "Auch die sind nicht kitschig und kommen gut bei uns an", meint Melanie Sander.

Quelle: RP
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