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Dinslaken
"Klar is' cool": Wirte machen weiter mit

Dinslaken. Aktion lief ein Jahr lang in Dinslaken. Kooperation Drogenberatung, Stadt und Gastronomen hat sich bewährt.

Vor einem Jahr startete die Aktion "Wir(te) machen mit" im Rahmen der Kampagne "Klar is' cool!". Acht Gastwirte aus Dinslaken beteiligten sich an der Aktion und boten in ihren Gaststätten für ein ganzes Jahr Kindern und Jugendlichen günstige alkoholfreie Getränke für ein Euro an. Der "Klar is' cool"-Schulbus der NIAG tourte als Werbeträger für die Aktion während dieses Jahres durch ganz Dinslaken.

Die Idee zu "Wir(te) machen mit" brachte Martina Paduch, Suchtpräventionskraft der Drogenberatung Dinslaken, beim Runden Tisch Jugendalkoholprävention ein. Dem Runden Tisch gelang es zusammen mit Thomas Kolaric, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Nordrhein, sehr schnell, die Gastwirte zum Mitmachen zu gewinnen. Ziel der Aktion sollte es sein, die Jugendlichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, dass "Komasaufen" uncool ist.

Nun endet die Aktion und die Beteiligtenhaben Bilanz gezogen. Deutlich ist zunächst: Die Kooperation zwischen der Drogenberatung, der Stadt Dinslaken und den Gastwirten, die die Aktion voraussetzte, war ein absolutes Novum. Und sie hat sich bewährt. Weiter zeigte sich: Die Aktion hat bei den Gastwirten noch einmal den Blick dafür geschärft, wie Kinder und Jugendliche mit Alkohol umgehen. Weniger der Konsum in den Gaststätten stellt ein Problem dar.

Vielmehr gestaltet sich der Konsum insbesondere vor dem Besuch der Gaststätten als Herausforderung. Beim sogenannten "Vorglühen" trinken Jugendliche zu Hause oder bei Freunden schon reichlich Alkohol, weil er dort viel günstiger zu haben ist. Die Jugendlichen kommen zum Teil dann schon alkoholisiert in die Gaststätten. Zu Ausschreitungen bei Gaststättenbesuchen kam es allerdings in dieser Altersstufe so gut wie gar nicht.

Was vor allem zu begrüßen ist, ist der positive Folgeeffekt des Aktionsjahres. "Wir haben einen Stein ins Wasser geworfen", sagt Thomas Kolaric, "und dieser Stein zieht jetzt Kreise. Es gibt auch weiterhin ein Interesse der Gastwirte, sich beim Thema Jugendalkoholprävention zu engagieren. Einige Wirte überlegen sich, welche zusätzlichen alkoholfreien Getränke sie anbieten können, um den Jugendlichen Alternativen zu alkoholischen Getränken zu offerieren. Die KuKa zum Beispiel möchte einen eigenen alkoholfreien Drink kreieren. Andere Gastwirte wollen besondere Aktionen zum Thema ,alkoholfreie Getränke' starten." Diese Gastwirte werden vom Runden Tisch weiterhin begleitet.

Über den nachhaltigen Effekt freuen sich die Initiatoren des Runden Tisches ganz besonders.

Quelle: RP
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