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Reportage Am Montag
Kopfüber ins Vergnügen stürzen

Dinslaken. Bei einer RP-Verlosung hat Familie Rühl aus Hünxe vier Karten für den Freizeitpark Efteling gewonnen. In den Niederlanden erlebten Marion und André Rühl mit ihren Kindern Jana (7) und Tobias (15) einen überaus ereignisreichen Tag. Von Florian Langhoff

Hünxe/Efteling Es ist wahrlich kein Freizeitpark-Wetter, bei dem sich Familie Rühl auf den Weg in Richtung Niederlande macht. Der Himmel ist grau, der Nieselregen geht in einen wahren Wolkenbruch über. "Wenn das den ganzen Tag so bleibt, wird das kein Vergnügen", sagt Marion Rühl. Nach einem Stau auf der Autobahn kommt die Familie endlich in Efteling an. Dort ist es trocken und relativ warm. Vater André und Mutter Marion haben neben ihren Kindern Jana (7) und Tobias (15) auch noch deren Freunde Julie (7) und Julian (15) mit in den Freizeitpark gebracht.

Und schon am Eingang trennen sich die Wege. Denn die beiden Jungs haben nur eins im Sinn: Die Achterbahnen des Parks erkunden. "Die beiden sind unsere Achterbahnexperten", sagt André Rühl. Aber auch die beiden jungen Damen wissen schon, wohin sie möchten. "Zur Lokomotive!", rufen sie im Chor. Das kleine Gefährt, das an zwei Bahnhöfen im Park anhält und auf seinem Weg kleine Dampfwolken ausstößt, bietet seinen Fahrgästen eine schnelle Rundreise durch den gesamten Erlebnispark. Allerdings nicht schnell genug für die siebenjährige Julie. "Die sollte so schnell fahren, wie die Achterbahnen", sagt sie. Als die Lokomotive an Attraktionen wie der "Python" oder "Joris und der Drache" vorbeikommt, überlegen sich die beiden Siebenjährigen das noch mal anders. "Ich glaube nicht, dass ich damit fahren könnte", sagt Jana Rühl angesichts der Loopings, die Passagiere der Achterbahn "Python" kopfüber durchfahren.

Links: Die Achterbahnexperten Tobias Rühl (15) und Freund Julian (15) erkundeten die wilden Fahrgeschäfte. FOTO: Langhoff, Florian

Dann doch lieber eine Runde mit der "Schneckenbahn" fahren. Über den Köpfen der anderen Parkbesucher schweben die beiden Mädchen im Haus einer freundlich blickenden Schnecke durch die Heimat des Märchenvolks der "Laafen". Da machen auch Marion und André Rühl mit und haben daran auch ihren Spaß. Weiter geht es zum "Carnaval Festival", der Attraktion, die Fahrgäste auf eine Reise um die Welt nimmt - und das in weniger als zehn Minuten. Jana und Julie sind begeistert von der Weltreise im Schnelldurchgang und probieren den Tanz der Hula-Tänzerinnen, den sie gerade gesehen haben, direkt mal selbst aus.

Während die Attraktionen für Kinder quasi ohne Wartezeit auskommen, müssen Tobias Rühl und sein Kumpel Julian schon etwas länger anstehen. Mehr als eine halbe Stunde Wartezeit muss man an einigen der Achterbahnen einplanen. "Bisher hat uns die Holzachterbahn am besten gefallen", erklärt der 15-jährige Spross der Familie Rühl. "Damit werden wir aber auf jeden Fall noch mal fahren. Den Baron müssen wir auch noch ausprobieren." Der "Baron 1898" ist die neueste Attraktion im Park. Eine Achterbahn, bei der die Fahrgäste auf eine als Förderturm gestaltete Rampe gezogen und dann mit Tempo 90 fast senkrecht Richtung Erdboden in einen Schacht geschossen werden. Nichts für schwache Nerven.

Und auch nichts für Jana und Julie. Die stürzen sich im Kinder-Labyrinth erstmal ins Abenteuer und es dauert ein wenig, bis sie wieder wohlbehalten am Ausgang ankommen. "Wir hatten ganz vergessen, dass der Eingang auch der Ausgang ist", gesteht Jana. Im Gegensatz zu anderen Besuchern des Irrgartens, die beim Überqueren einer Brücke nass werden, bleiben die beiden trocken. "Wir sind etwas weiter gegangen und haben eine zweite Brücke über das Wasser gefunden", erklärt Julie.

Allerdings wartet mit der "Polka Marina" auch noch ein anderes nasses Vergnügen auf sie. In dem Wasserkarussell fährt man auf Koggen um einen Wal herum, der Wasser verspritzt. Das finden die beiden Mädchen, die von André Rühl aufs Fahrgeschäft begleitet werden, wunderbar und vergnügen sich prächtig. Dann geht es weiter ins Märchenland des Freizeitparks. Dafür kann sich selbst Vater André Rühl begeistern. "Hier ist alles bis auf das kleinste Detail genau gestaltet", sagt er. Und die beiden Siebenjährigen freuen sich über die Begegnungen mit bekannten Märchenfiguren.

Mittlerweile haben Tobias und Julian auch den Baron ausprobiert. Ihr Urteil über die Achterbahn, deren Passagiere beim "Sturz" in die Tiefe gerne so laut schreien, das man es fast im gesamten Park hören kann: "Nur halb so schlimm, wie es aussieht."

Da macht die hölzerne Achterbahn "Joris und der Drache" ihnen wesentlich mehr Spaß. Am Ende des Tages werden sie gut ein halbes Dutzend Mal mit der Attraktion gefahren sein.

Erst als der Park um 18 Uhr schließt, geht es für Familie Rühl und die beiden Freunde der Kinder wieder zurück in Richtung Heimat. Es bleibt die Erinnerung an einen schönen Tag im Freizeitpark Efteling.

Quelle: RP
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