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Dinslaken
"Kraftwerk"-Bau im Bergpark feiert Richtfest

Dinslaken. Der Künstler Martin Kaltwasser lädt Bürger ein, an seiner Skulptur mitzuarbeiten.

Das "Kraftwerk" wird konkret. Der Künstler Martin Kaltwasser hat mit tatkräftiger Hilfe der Zimmereiklasse des örtlichen Berufskollegs das Holzständerwerk für sein Kunstwerk auf dem Gelände des Bergparks in Lohberg errichtet. Die Bohrmaschinen liefen auf Hochtouren, und die Schraubenschlüssel drehten sich. Mit Messlatte und Kantholz sorgten die Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs für eine stabile Statik.

Bürger aus dem Stadtteil und Hobbytüftler sind eingeladen, idealerweise mit Akkuschrauber ausgerüstet, in den Bergpark zu kommen und an dem Kunstwerk mitzubauen. In den kommenden Tagen wächst das "Kraftwerk" weiter. Am Samstag, 7. März, 15 Uhr, wird Richtfest gefeiert. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hatten Kaltwasser und sein Team Ende Januar mit den Arbeiten zum Fundament für das skulpturale Bauwerk begonnen.

Am Karnevalswochenende konnte der Künstler eine große Menge Bauholz für das Tragwerk des Gebäudes in Empfang nehmen. Mit Unterstützung zupackender Helfer aus dem Jugend- und Sozialprojekt SOS verfrachtete Martin Kaltwasser die Materiallieferung anschließend in die temporäre Kunstwerkstatt in der ehemaligen Maschinenhalle der Zeche, um das Holz für den Bau zuzuschneiden und zu präparieren.

Das Künstlerduo Folke Köbberling und Martin Kaltwasser ist 2012 bereits durch die Open-Air-Installation "Our CenturY" im Rahmen der Ruhrtriennale in der Region bekannt geworden. Jetzt hat es für das insgesamt aus vier Kunstwerken bestehende, von Markus Ambach ku-ratierte Projekt "Choreografie einer Landschaft" das Kraftwerk entwickelt: ein großzügig verglastes Holzbauwerk wird zu großen Teilen aus Recyclingmaterial errichtet.

Für den späteren Betrieb wird die benötigte Energie durch menschliche Muskelkraft erzeugt, zum Beispiel mittels hocheffizienter Pedalgeräte des Künstlers und Tüftlers Colin Tonks. Für den Bau des "Kraftwerks" möchte Martin Kaltwasser sein Bauteam gern noch erweitern. Außerdem ist der Künstler dankbar für weitere Materialspenden. Benötigt wird Bauholz, beispielsweise Balken, Latten, Bretter oder Bohlen, Türblätter, Zargen und Türrahmen, Fenster mit Isolierglas, auch Dachpappe, Wellblech, Wellkunststoff und Regenrinnen. Gesucht werden außerdem Regenrohre, Halterungen, Drainagerohre und dergleichen. Gern gesehen werden zudem Schrauben, Nägel, Winkel, Beschläge, Gewindestangen sowie Dämmmaterial. Zur Konstruktion der Kraftwerkstechnologie kann das Team außerdem alte Fahrräder oder Fahrradteile wie Naben, Dynamos, Räder, aber auch Lichtmaschinen aus Autos, Wechselrichter, Kabel, Autobatterien oder Voltanzeigen gebrauchen. Das "Kraftwerk" wird bis Mai gemeinsam mit den Skulpturen der Künstler Thomas Schütte und Jakob Kolding sowie den Aktivitäten des Künstlerteams um Jeanne van Heeswijk zur "Choreografie einer Landschaft" wachsen.

Wer mitmachen oder Material spenden möchte, kann sich an Yenai Marcos (Info-Telefon: 015775853278, E-Mail: info@yenaimarcos.com, wenden.

Quelle: RP
 
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