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Dinslaken
Kreissynode steht vor einem Generationenwechsel

Dinslaken. Erika Tepel, Heiko Dringenberg und Hans-Joachim Schwan scheiden aus. Superintendent Waldhausen kandidiert für weitere acht Jahre.

Vor einem Generationenwechsel steht die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Dinslaken. Heute und morgen kommen die Delegierten der acht Gemeinden des Kirchenkreises im Evangelischen Gemeindehaus an der Kirchstraße in Hiesfeld zusammen. Auf der Tagesordnung stehen neben der Abstimmung über die Haushalte von Kirchenkreis, Diakonischem Werk und Kinderwelt und der Aussprache über die Gemeindeberichte vor allem Wahlen.

In vielen Gemeinden sind neue Presbyterinnen und Presbyter in die Gemeindeleitung eingezogen. Da aus diesen Gemeindeleitungen Menschen in die Fachausschüsse auf der nächsthöheren Ebene des Kirchenkreises entsandt werden, stehen für diese Fachausschüsse Neuwahlen auf der synodalen Tagesordnung. Es wird also in vielen Ausschüssen Neubesetzungen geben.

Aber auch auf der Ebene des Kreissynodalvorstandes (KSV), also der ständigen Vertretung des kreiskirchlichen Parlamentes, wird es Wahlen geben. Superintendent Friedhelm Waldhausen, der vor zwei Jahren Martin Duscha ins Amt des Superintendenten gefolgt ist, kandidiert für weitere acht Jahre. Gegenkandidatinnen oder -kandidaten gibt es nicht.

Drei Personen werden aus Altersgründen den KSV verlassen: Einer von ihnen ist Hans-Joachim Schwan. Er ist schon seit 16 Jahren für den Kirchenkreis tätig. Er hat sein Wissen als Techniklehrer in Schulen in Ruanda und anderswo weltweit eingebracht und davon im KSV berichtet, um so die weltweite Verantwortung von Kirche wach zu halten. Neu zu wählen ist auch der Schriftführer (Skriba) der Kreissynode. Der bisherige Inhaber Pfarrer Heiko Dringenberg scheidet nach 24 Jahren aus. Dringenberg hat den Kirchenkreis stark geprägt. Er war über all die Jahre sehr engagiert in der Öffentlichkeitsarbeit, hat im Geschäftsführenden Ausschuss des KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) mitgearbeitet. Er hat den Diakonieverein, der damals noch "Berufshilfe" hieß, aus der Taufe gehoben und ihn lange Jahre als Schriftführer begleitet. In den vergangenen Jahren war er mit dem Projektmanagement des Kirchenkreises betraut: Er hat den Arbeitskreis zur Gründung des gemeinsamen Gemeindeamtes und der Kinderwelt geleitet, war mitverantwortlich für den Rahmenplan Pfarrdienst sowie den innersynodalen Finanzausgleich und hat an der Einführung des Neuen Kirchlichen Finanzwesens mitgewirkt.

Nicht minder vielseitig und engagiert war auch Erika Tepel, die nach 20 Jahren den KSV verlässt. Sie hat den KSV im Kuratorium der Telefonseelsorge vertreten und war Synodalbeauftragte für die Telefonseelsorge. Seit 1996 hat sie den Kirchenkreis bei der Landessynode vertreten. Dort hat sie zunächst im Innerkirchlichen Ausschuss mitgearbeitet, erhielt tiefere Einblicke in die Struktur und Arbeitsweise der Landeskirche. In den vergangenen vier Jahren wirkte sie im Nominierungsausschuss der Landeskirche mit. Ihre Herzensanliegen war und ist die gute und vor allem qualifizierte Arbeit von Ehrenamtlichen. Ehrenamtliche machen, wie sie selbst sagt, "unsere Kirche reicher, bunter und interessanter. Wir brauchen Querdenker." Darum hat sie sich vor allem für die Aus- und Fortbildung Ehrenamtlicher eingesetzt. Erika Tepel ist Willkommenskultur auch mit neuen und ungewöhnlichen Wegen in der Kirche wichtig. So hat sie zusammen mit Gisela Bautz im Kirchenkreis halbjährige Fortbildungskurse für ehrenamtliche Seniorenbegleiterinnen und -begleiter installiert. Sie setzt seit vielen Jahren der Einsamkeit älterer Menschen mit ihrem Erzählcafé im Betsaal Bruch etwas entgegen. Sie hat den Demenzgarten an der Erlöserkirche auf den Weg gebracht.

Quelle: RP
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