| 08.00 Uhr

Dinslaken
Kunst vom Flachdach für Wunderfinder

Dinslaken: Kunst vom Flachdach für Wunderfinder
Walburga Schild-Griesbeck möchte mit dem Erlös aus ihrer Kunst die Arbeit der Wunderfinder in Dinslaken unterstützen. FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Benefizaktion von Walburga Schild-Griesbeck kommt Dinslakener Obdachlosen-Helfern zugute. In ihrem Lohberger Atelier freiart verkauft die Künstlerin am 3. Dezember Bilder für den guten Zweck.

Formen fügen sich harmonisch zusammen, Licht scheint aus den Farben zu leuchten. Kunst lebt von solchen kleinen Wundern. Aber es gibt auch Wunder, die aus dem Miteinander von Menschen entstehen, wenn Schwächere unterstützt werden, aufgerichtet und sich das Leuchten auf einmal auf den Gesichtern zeigt. "Flachdach", der Benefiz-Kunstverkauf von Walburga Schild-Griesbeck und Peter Griesbeck in ihrem Atelier freiart an der Hünxer Straße 374 am Sonntag, 3. Dezember, von 11 bis 17 Uhr, bringt beides zusammen: die Kunst und die Wunderfinder. Dinslakener, die sich im Frühling zu einem Verein zusammengefunden haben, um Obdachlose und Hilfsbedürftige wie Senioren in Altersarmut zu unterstützen.

Bereits 60 Mitglieder haben sich in den wenigen Monaten seit der Vereinsgründung angeschlossen. "Wer einmal mit uns am Bahnhof war, die Reaktion der Menschen dort erlebt hat, tritt uns bei", so Ludger Krey, Schriftführer der Wunderfinder. "Wir können die Welt nicht retten, aber regional helfen", erklärt der Vereinsvorsitzende Thorsten Berns. Die Wunderfinder verteilen zweimal die Woche am Dinslakener Bahnhof eine warme Mahlzeit an im Schnitt 35 Bedürftige, geben Sachspenden, haben sogar schon Wohnungen vermitteln können. Das Essen stammt von Dinslakener Gastronomen, ebenso wie die Backwaren, die jeden Abend (bis auf Sonntag) ausgegeben werden können: Wunder, die man in Dinslaken findet, wenn es nur Ehrenamtliche gibt, die andere durch eigenen Einsatz motivieren können.

Und dazu gehört auch Walburga Schild-Griesbeck, die jedes Jahr für ihre Benefiz-Aktion "Flachdach" genau solche Projekte sucht. Für die Wunderfinder verkaufen sie und ihr Mann am 3. Dezember nicht nur erschwingliche Kunst ab fünf Euro, Karten ab 3,50 Euro und unter dem Motto "Watt Warmes" genähte und gehäkelte Mützen aller Größen. Im Innenhof des Ateliers geben sie den Wunderfindern die Möglichkeit, die Essensausgabe aufzubauen und so im anschaulichen Rahmen mit Interessierten ins Gespräch zu kommen.

Denn ein Wunder wird von den Ehrenamtlichen noch ersehnt: eine mobile Suppenküche, mit der sie die Bedürftigen vor Ort erreichen können. Der Erlös aus dem Kunstverkauf - Bilder, in denen Schild-Griesbeck die Pusteblume aus dem Vereinslogo aufgenommen und abstrahiert hat, die neuen "abstrakten Comics" in knalligen Farben in schwarzen Konturen und vieles mehr - soll ein erster Schritt Richtung eigenes Wunderfinder-Fahrzeug sein.

Bei so viel guten Taten wundert es nicht, dass im Atelier freiart am Sonntag, 3. Dezember, auch der Nikolaus erwartet wird.

(bes)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dinslaken: Kunst vom Flachdach für Wunderfinder


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.