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Arnulf Wulff
Lase zählt 1,3 Millionen Christo-Besucher

Dinslaken. Die expandierende Weseler Firma mit Sitz an der Rudolf-Diesel-Straße hat einen Anteil am Erfolg des weltweit beachteten Kunstprojektes.

WESEL Die "Floating Piers" des Verpackungskünstlers Christo haben alle Erwartungen übertroffen: Zwischen dem 18. Juni und dem 3. Juli wandelten mehr als 1,3 Millionen Menschen auf den orangefarbenen Pontons über dem Iseosee in Oberitalien. Gerechnet hatten die Organisatoren mit 500.000 Besuchern. "People Counter" der Weseler Firma Lase PeCo Systemtechnik haben dafür gesorgt, dass nicht zu viele Kunstfreunde gleichzeitig über die Stege spaziert sind. Lase-Mitarbeiter Arnulf Wulff ist stolz, dass sein Arbeitgeber einen Beitrag zum Gelingen des Kunstprojekts geleistet hat - RP-Redakteur Klaus Nikolei hat mit Wulff gesprochen.

Herr Wulff, profitiert die Firma Lase PeCo davon, Teil des weltweit beachteten Kunstprojekts "Floating Piers" gewesen zu sein?

Arnulf Wulff Auf jeden Fall sind wir stolz auf diesen Auftrag. Allerdings sind unsere laserbasierten Personenzählgeräte, die Durchgangssituationen von bis zu 28 Meter Breite erfassen können, schon jetzt weltweit im Einsatz. Beispielsweise in Einkaufszentren, in den USA im Disneyland, im luxuriösen Jachthafen von Montenegro oder in Mekka. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten steigt die Nachfrage nach unseren Geräten, weil man dort wissen möchte, wie viele Gläubige sich in den großen Moschen aufhalten. In Deutschland sind unsere Zählgeräte und die dazu nötige Software in 130 Shopping-Centern zu finden.

Waren Sie vor Ort und haben sie Christo kennengelernt?

Wulff Leider nicht. Es war so, dass wir wenige Tage vor der Eröffnung kurzfristig den Auftrag der Moerser Firma Eimers Ballons erhalten haben, die in Italien für den Bereich Sicherheitstechnik zuständig war. Die benötigte ein zuverlässiges System, das stets den aktuellen Füllgrad anzeigt. Das bedeutet, dass die Veranstalter immer wissen mussten, wie viele Personen sich gleichzeitig auf den Stegen befinden.

Wie viele Geräte wurden am Iseosee benötigt?

Wulff Acht Leihgeräte, die von der Größe an einen Schuhkarton erinnern.

Haben Ihre Leute die "People Counter" in Oberitalien eigentlich selbst installiert?

Wulff Das haben wir alles telefonisch mit Herrn Eimers erledigt. Es gab nur diese Lösung, weil alles so kurzfristig war. Aber alles hat hervorragend funktioniert, weil Herr Eimers sehr versiert und begabt ist. Denn eigentlich ist unser System nicht so leicht verständlich.

Fliegen Lase-Mitarbeiter in die USA oder in andere Regionen der Welt, um die Systeme in Betrieb zu nehmen?

Wulff In der Regel ist es so, dass unsere Mitbewerber, die ebenfalls Kunden- oder Besucherströme messen, unsere Geräte kaufen und sich bei uns am Firmensitz in Wesel schulen lassen. Denn vergleichbare Geräte, mit denen man Menschenmassen so genau erfassen kann, gibt es nun mal nicht.

Quelle: RP
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