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Dinslaken Lernt Schwimmen
Lebensretter besuchen die Klaraschule

Dinslaken. Im Rahmen des vom Lions Club Dinslaken 2012 und der Rheinischen Post unterstützten Projekts "Dinslaken lernt Schwimmen" klärten Mitglieder der DLRG die Kinder im Unterricht über Baderegeln auf. Von Florian Langhoff

Dinslaken Alle reden vom Fußball. Wir auch. Aber nicht nur. Angesichts der steigenden Zahlen von dramatischen Badeunfällen haben der Lions Club 2012 und die Rheinische Post vor drei Jahren das Projekt "Dinslaken lernt Schwimmen" ins Leben gerufen. Seitdem haben sich jede Menge Dinslakener Grundschüler mit Foto in der Zeitung wiedergefunden, weil sie ein Schwimmabzeichen erworben haben. Auch in diesem Jahr läuft die Aktion, bei der auch die DLRG mitmacht, wieder ausgesprochen erfolgreich.

Ein Besuch in der Klaraschule: Die Sommerferien stehen unmittelbar bevor, und für viele Schulkinder geht es dann in den Urlaub, bevorzugt Richtung Sonne, Strand und Meer - mal an die Nordsee, mal ans Mittelmeer oder an den Tenderingssee. Natürlich möchten die Kinder da auch ins Wasser, doch selbst, wenn sie schon das Seepferdchen haben, wie viele Kinder der Klaraschule, heißt das nicht, dass damit im Wasser schon alles möglich ist. "Wenn ihr das Seepferdchen-Abzeichen habt, heißt das, dass ihr Euch im Wasser zurechtfindet, aber auch, dass ihr noch keine perfekten Schwimmer seid", sagt Schwimmausbilder Georg Dämbkes von der DLRG-Ortsgruppe Dinslaken.

Die Schüler der Klassen 3a und 3b lauschen seinem Vortrag im Computerraum der Schule. Mit der Schwimmente, einer bunten Comicfigur, die in verschiedenen Situationen via Beamer auf der Leinwand auftaucht, erklärt der Schwimmausbilder den Grundschülern das richtige Verhalten rund ums kühle Nass. Dass man sich vor dem Sprung ins Wasser abkühlen und vorher nichts essen sollte, wissen die Schüler schon. Schließlich halten einige von ihnen schon stolz ihre ersten Schwimmabzeichen in der Hand. Auch dass man nicht einfach ins Wasser springt, wenn man nicht weiß, wie tief es ist, ist klar. Als Nichtschwimmer sollte man außerdem maximal bis zum Bauchnabel ins Wasser gehen. "Das gilt auch noch ein bisschen für die Seepferdchen-Schwimmer", sagt Georg Dämbkes. Auch die sollten dort, wo sie schwimmen möchten, noch sicher im Wasser stehen können. Natürlich erklärt Georg Dämbkes den Kindern auch, wo sie generell nicht schwimmen sollten. Dort wo viele Boote und Schiffe fahren, kann es für Schwimmer schnell gefährlich werden. Zwar lauern im Rhein noch andere Gefahren, wie die Strömung, doch schon die Schiffe allein haben ein gewisses Gefahrenpotenzial für Schwimmer. "Wenn ihr da ins Wasser geht, ist das so, als würdet ihr mitten auf die Autobahn laufen", erklärt Dämbkes. Die Schüler lernen dann auch direkt, was es mit den verschiedenen Signalflaggen auf sich hat, die oft an Stränden zu sehen sind. Die funktionieren eigentlich wie eine Ampel: Bei grüner Flagge (gibt es nur noch im Ausland) darf geschwommen werden und bei rot muss man dem Wasser leider fernbleiben. Die gelbe Flagge ist ein Mittelding. "Da darf man zwar noch schwimmen, aber muss aufpassen und Schwimmanfänger wie ihr sollten dann zur Sicherheit auch lieber aus dem Wasser gehen", erklärt Georg Dämbkes.

Eric Spelleken, Einsatzleiter der DLRG Ortsgruppe Dinslaken, stellt die Rettungsgesellschaft kurz vor. "Wir bilden Menschen aus, damit die sicher schwimmen und anderen Menschen helfen können", erklärt er den Kindern. "Und natürlich retten wir Menschen aus dem Wasser. Aber wir helfen auch an Land Menschen in Not", erzählt Eric Spelleken weiter. Zum Abschluss des Sicherheitstrainings für die bevorstehende Sommerzeit gibt es einen kleinen Film zur DLRG. Einige Kinder scheinen davon begeistert zu sein. "Ich abonniere Euch bei YouTube", scherzt einer der Drittklässler. "Ich möchte später mal Rettungsschwimmer werden", kommentiert eine der Schülerinnen in ernstem Ton das Gesehene. Dann geht es raus auf den Schulhof, wo noch eine besondere Überraschung auf die Schüler wartet. Denn das Team der DLRG ist mit Einsatzfahrzeugen und Booten gekommen. Blaulicht leuchtet und die Schüler staunen über die Wasserfahrzeuge. "Können wir damit mal eine Runde über den Schulhof fahren?", fragt eine Schülerin. Das geht zwar nicht, aber einmal Probesitzen im Boot der DLRG-Truppe dürfen die Schüler. "Wenn ihr mal zum Tag der offenen Tür zu uns kommt, könnt ihr mit dem Boot auch eine Runde auf dem Wasser drehen", sagt Georg Dämbkes. Aber vielleicht möchte sich ja der ein oder andere Grundschüler auch weiter von der DLRG ausbilden lassen, und dieses Boot irgendwann steuern.

Quelle: RP
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