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Dinslaken/Voerde
Lebensretter eröffnen die Wachsaison

Dinslaken/Voerde. Zur Feier des Tages präsentierte die DLRG an ihrer Station am Rhein in Möllen auch das neue Gruppenfahrzeug.

Fast hätte man meinen können, es würde die Neuheit eines bedeutenden Automobilherstellers auf einer Messe zelebriert - so spannend machten es die Verantwortlichen der DLRG-Ortsgruppe Dinslaken bei der Eröffnung der Wachsaison mit der Präsentation ihres neuen Gruppenfahrzeuges.

Zu Rockmusik, einem Herzklopfton vom Band, Nebel und blinkenden Lichtern öffnete sich die Garage der Ortsgruppe an der Friedrichsfelder Straße nahe des Rheins, um den Blick auf das neuen Fahrzeug mit moderner Digitalfunktechnik freizugeben. Zuvor hatte sich Ortsgruppenleiter Wolfgang Kuhn bei den Sponsoren - von den Stadtwerken über den Lions Club Dinslaken bis zur Bürgerstiftung der Sparkasse und dem Autohaus Röder aus Walsum - für die Unterstützung bei der Anschaffung des 45. 000 Euro teuren Fahrzeuges bedankt.

Kuhn freute sich darüber, dass es gelungen sei, "in gut einem Jahr das Geld dafür aufzutreiben". Nach zwanzig Jahren war der alte Transit nicht mehr über den TÜV gekommen. "Dass es ein Neuwagen geworden ist, ist ein Traum", sagte er und übergab dem Einsatzleiter Eric Spelleken die Schlüssel für das 130 PS starke Gefährt. "Denn bei Wasserrettung kommt es auf Geschwindigkeit an."

Unter den Unterstützern befand sich auch der stellvertretende Schatzmeister des DLRG-Bundesvorstandes, Günther Seyfferle, der betonte, dass man gerne aus dem Strukturfonds der Lebensrettungsgesellschaft eine kleine Summe an die Ortsgruppe weitergegeben habe. "Auf dass die Mobilität großgeschrieben wird und die Rettungsstation jederzeitschnell erreicht werden kann." Man könne die geleisteten Stunden gar nicht aufschreiben, die bei der vielfältigen Arbeit der Aktiven vor Ort mit Schwimmunterricht und Rettung absolviert werden, betonte die Kreisvorsitzende der DLRG, Petra Liebich.

Auch Dinslakens Bürgermeister Michael Heidinger, der die Anzugjacke gegen eine DLRG-Weste getauscht hatte, unterstrich die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit für die Gesellschaft. "Die ist unersetzlich - ob nun im Sommer oder im Winter", hob er die Schutzfunktion für die Bürgerinnen und Bürger hervor. "Im Namen aller herzlichen Dank dafür."

Anschließend hatten die Gäste die Gelegenheit, kleine kulinarische Snacks wie Bockwurst im Brötchen zu sich zu nehmen und eine Rettungsaktion zu verfolgen, die die früheren deutschen Rettungsschwimmer-Meisterinnen Anika Flüs und Lydia Nowak im Rheinwasser mit dem Schlauchboot vorführten. An dieser Stellte drückte das Wasser sogar deutlich mehr als sonst an der Küste, weshalb sich die Darbietung für die jungen Damen aus Sankt Tönis und Münster doch schon als kleine Herausforderung erwies. Man konnte die Gelegenheit wahrnehmen, mit den Rettungswasserfahrzeugen der DLRG eine Spritztour auf dem Rhein zu unternehmen. Der dreijährige Julian wagte mit seinen Eltern Daniel und Judith Rodriguez aus Walsum seine erste Bootstour, ließ sich das Wasser um die Ohren spritzen, lachte und erzählte danach ganz begeistert: "Das war eine schöne Fahrt."

(flo)
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