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Dinslaken
Leerstand - kein schöner Anblick

Dinslaken: Leerstand - kein schöner Anblick
Auch an der Neustraße gibt es das ein oder andere leer stehende Ladenlokal, dessen Schaufensterfronten alles andere als schön anzusehen sind. FOTO: privat
Dinslaken. CDU Dinslaken plädiert für den Einsatz von farbigen Motivfolien gegen zugeklebte Schaufensterfronten. Von Heinz Schild

Steht ein Ladenlokal in einer Einkaufszone leer, dann ist das zumeist ein recht trostloser Anblick. Oft sind die Schaufensterfronten verhängt, mit Folien oder Papier mehr schlecht als recht zugeklebt. Irgendwann entdecken die wilden Plakatierer dann diese Flächen und kleistern ihre Botschaften dran. CDU-Parteichef Horst Miltenberger und sein Stellvertreter, Heinz Wansing, der auch Vorsitzender der christdemokratischen Ratsfraktion ist, befassten sich auf ihrer Sommertour auch mit dieser Problematik.

"Die Gestaltungssatzung treibt kuriose Blüten, vieles ist geregelt, aber dieses Problem nicht. Da heißt es dann, das ist privat, darauf haben wir keinen Einfluss", so Miltenberger. Eine Lösung, wie neues Leben in die leeren Ladenlokale gebracht werden kann, haben die beiden Christdemokraten zwar nicht, aber sie haben sich Gedanken gemacht, wie der Anblick der Schaufensterfronten aufgewertet werden kann. Nach ihren Vorstellungen sollten Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung ein Motiv für Dinslaken als Einkaufsstadt entwickeln, das auf spezielle Folien gedruckt, dann auf die Schaufensterscheiben geklebt werden könnte. In Hiesfeld haben Wansing und Miltenberger gesehen, wie eine praktikable Lösung aussehen könnte. Dort wirbt ein findiger Gastronom für sein neues Café mit einer solchen farbigen Folie, die die Blicke auf sich zieht.

Auch mit der Flüchtlingsthematik befassten die beiden Christdemokrat sich während ihrer Sommertour. Parteichef Horst Miltenberger zeigte sich beeindruckt, wie die Caritas, die in Dinslaken für die Flüchtlingsbetreuung zuständig, es unbürokratisch schafft, auch relativ kurzfristig die neu zugewiesenen Männer, Frauen und Kinder unterzubringen. Das Engagement der Dinslakener Bevölkerung, die Aylsuchenden zu unterstützen und ihnen zu helfen, lobt der Christdemokrat. "Dieses Thema muss parteiübergreifend gesehen werden, keiner sollte versuchen, sich hier zu profilieren", appelliert Miltenberger an die Geschlossenheit der Politiker. "Wer etwas gegen Flüchtlinge hat, darf in keiner Partei eine Heimat finden", fordert Heinz Wansing. Es gelte, Flüchtlinge willkommen zu heißen und sie menschenwürdig unterzubringen. Ausreichend Wohnraum zu beschaffen, oftmals in kurzer Zeit, ist keine leichte Aufgabe, denn der Flüchtlingszustrom reißt nicht ab. Um diese Herausforderung bewältigen zu können, müssen nach Ansicht der beiden CDU-Männer bürokratische Hemmnisse überwunden werden. Das erfordere manchmal eine "kreativen Umgang mit Verordnungen". Kein Zweifel besteht für Wansing und Miltenberger daran, dass Asylbewerberverfahren beschleunigt abgewickelt werden müssen.

Quelle: RP
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