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Dinslaken
Maitanz: Gäste trotzen kalter Witterung

Dinslaken: Maitanz: Gäste trotzen kalter Witterung
FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Auf dem Dinslakener Altmarkt, in Eppinghoven und auch in Hiesfeld wurde gefeiert. Doch die niedrigen Temperaturen und die grauen Wolken am Himmel trübten die Feierlaune der Besucher erheblich. Von Florian Langhoff

Der "Tanz in den Mai" gehört für viele Menschen zum jährlichen Festprogramm mit dazu. Man geht raus, schaut beim Aufstellen der Maibäume zu, tanzt und feiert bis in die frühen Morgenstunden. Die grauen Wolken am Himmel und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt lassen bei den Außenveranstaltungen nicht wirklich Feierlaune aufkommen.

Auf dem Altmarkt in Dinslaken zerstreut sich die Besuchermenge nach dem Aufstellen des Maibaums durch den Bürgerschützenverein Dinslaken 1461, die Karnevalsgesellschaft Rot-Gold Dinslaken und Bürgermeister Dr. Michael Heidinger schnell. "Die kalte Witterung und die vielen anderen Veranstaltungen sorgen dafür, dass die Menschen nicht unbedingt draußen feiern wollen", sagt Ronny Schneider, der die Veranstaltung auf dem Altmarkt, die traditionell von der Interessengemeinschaft Dinslakener Altstadt moderiert wird, organisiert. Das Dinslakener Jazztett sorgt zwar mit Musik für etwas klangliche Abwechslung, trotzdem harren nur etwas mehr als zwei Dutzend Gäste bis zur Krönung der neuen Maikönigin auf dem Altmarkt aus.

Die Hiesfelder Werbegemeinschaft hatte zum traditionellen Tanz in den Mai auf den Jahnplatz eingeladen. Dort spielte eine Partyband für die Besucher, die der Kälte trotzten und sich zur Musik warm tanzten. FOTO: Heiko Kempken

Das besondere Amt geht dieses Jahr an Christa Kittner. "Wie so oft ist es eine Dame aus den Reihen der Karnevalsgesellschaft Rot-Gold", verkündet Ronny Schneider. Mit der Krönung der Maikönigin durch Claudia Oeckinghaus, die 2003 die Krone trug, ist die Maifeier auf dem Altmarkt gegen 21 Uhr dann auch faktisch beendet. Die Gäste ziehen weiter in die Gaststätten rund um den Platz, um dort noch zu feiern.

Das Problem der eher weniger zum Feiern animierenden Wetterlage macht sich auch auf dem Jahnplatz in Hiesfeld bemerkbar. Hier hat die Werbegemeinschaft des Stadtteils zum Tanz in den Mai eingeladen. Trotz Kälte und bewölkten Himmel sind hier mehrere Hundert Besucher auf dem Platz unterwegs und tanzen sich zur Musik der Partyband Undercover warm. Zu Rock-, Pop- und Schlagerstücken bewegen sich zumindest einige der Gäste zwischen den Getränke- und Essensständen. Für bunte Farbtupfer, die zumindest an sonnigere Tage denken lassen, sorgt eine Cocktailbar. "Wenn man das Wetter berücksichtigt, sind wir mit der Resonanz noch sehr zufrieden", sagt Lothar Siegel, der sich um die Organisation der Feier kümmert. "Wir hatten mit weniger Besuchern gerechnet." Die Anwesenden haben trotz der Wetterbedingungen Spaß, doch auch in Hiesfeld wird es schwer mit dem Tanz in den Mai. "Die Band hört um 22.30 Uhr auf zu spielen", erklärt Lothar Siegel. "Dann wird die Feier hier bis Mitternacht langsam an der Cocktailbar ausklingen."

Der Tanz in den Mai kommt ursprünglich wohl aus der Tradition der "Walpurgisnacht". Im Mittelalter feierte man am 1. Mai den Gedenktag der Heiligen Walburga. Die Nacht findet in der Literatur auch als traditioneller "Hexensabbat" Erwähnung. Die Ursprünge des Maibaums sind umstritten. Von germanischen Riten, die verschiedenen Baumgöttern huldigten, bis hin zur Vorstellung des Maibaums als Fruchtbarkeitssymbol reichen die Theorien.

Quelle: RP
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