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Voerde
Markplatz-Umbau beginnt in drei Wochen

Voerde: Markplatz-Umbau beginnt in drei Wochen
Die Voerder Marktplatz lädt in seinem gegenwärtigen Zustand nicht zum Verweilen ein. FOTO: Hsd
Voerde. Bürgermeister Dirk Haarmann ist zuversichtlich, dass nach Abschluss der Arbeiten der umgestaltete Bereich Akzeptanz findet. Durch einen attraktiven Platz sollen die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel verbessert werden.

Die Meinungen zu der in etwa drei Wochen beginnenden Neugestaltung des Marktplatzes in der Voerder Stadtmitte sind in der Bürgerschaft geteilt. Das trifft nicht nur auf den 14 Meter hohen Stahlkubus zu, an dem mit Hilfe von LED-Technik die tagesaktuellen Pegelstände des Rheins an Stromkilometer 800 in Götterswickerhamm in das Zentrum projiziert werden, oder für den Nebelbrunnen, der den Flussverlauf darstellen soll: Für die einen sind dies teure, unnütze Dinge, für die anderen durchaus attraktive Gestaltungselemente.

Ein Punkt, an dem die Meinungen auch auseinander gehen, ist die Frage der richtigen Reihenfolge. Manche finden, dass mit dem Bauvorhaben der zweite Schritt vor dem ersten unternommen wird: Es geht um das Geschäfts- und Wohnhaus nahe dem Rathaus, an dem ein Weiterkommen bei der Innenstadtentwicklung unmittelbar hängt. Dass die Neugestaltung des davor liegenden Marktplatzes zuerst angegangen wird, sieht die Stadt für eine mögliche künftige Entwicklung des Gebäudes oder die Entstehung eines Neubaus an der Stelle nicht als Problem an. Vor den Arkaden wird ein Streifen freigehalten, der nicht bebaut wird, falls es zu einer Entwicklung der Immobilie kommt, wie Bürgermeister Dirk Haarmann erläutert. Der Verwaltungschef gibt sich zuversichtlich, dass der umgestaltete Marktplatz am Ende "eine Akzeptanz" finden wird und richtet dabei den Blick auch gen Helmut-Pakulat-Park und den dortigen Wasserlauf.

Dirk Haarmann unterstreicht die Notwendigkeit, dass es durch einen "attraktiven Platz" gelingt, die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel zu verbessern. Darüber hinaus erhofft er sich "positive Impulse" für die Gastronomie. Die Stadt müsse die Chance ergreifen, Standorte, die eine hohe Nutzung haben, attraktiver zu gestalten.

Das geplante Bauprojekt, dessen Beginn die Stadt für Ende August angekündigt hat, wird vom Land Nordrhein-Westfalen und vom Bund gefördert.

Was den umstrittenen Pegel betrifft, betont Bürgermeister Haarmann, dass dieses Gestaltungselement Teil des Wettbewerbsbeitrags gewesen und dieser im Bürgerdialog favorisiert worden sei. Der Neugestaltung des Marktplatzes liege eine politische, demokratisch legitimierte Willensbildung zugrunde. Es werde immer Pro- und Contra-Meinungen geben.

In jedem Fall müsse ein solcher Marktplatz einen Verweilcharakter haben. Den Pegel sieht Haarmann ein Stück weit als "Alleinstellungsmerkmal", das Passanten zum Stehenbleiben animieren wird.

(P.K.)
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