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Voerde
Marktplatz-Umgestaltung stößt auf Kritik

Voerde: Marktplatz-Umgestaltung stößt auf Kritik
Die Arbeiten zur Umgestaltung des Rathausplatzes laufen. Etliche Anwohner sehen das Projekt sehr kritisch. FOTO: Lars Fröhlich
Voerde. Infoveranstaltung der Voerder CDU mit Landschaftsarchitekt Hellmut Neidhardt zum Rathausplatz Von Florian Langhoff

Landschaftsarchitekt Hellmut Neidhardt vom Büro Landschaft planen und bauen in Dortmund hatte es schwer im Saal des Gasthofs Hinnemann, traf er dort doch auf einigen Gegenwind. Auf Einladung der CDU war er nach Voerde gekommen, um die Planung für die Umgestaltung des Rathausplatzes vorzustellen und für das Projekt zu werben. "Der Platz soll helfen zu zeigen, dass in Voerde etwas passiert", erklärte der Landschaftsarchitekt. Dabei zog er Vergleiche zwischen der Voerder Innenstadt und dem Dortmunder Phönixsee, an dem sein Büro ebenfalls mitgearbeitet hatte. "Die Umgestaltung des Platzes könnte ein Impuls sein. Auch für die Problem-immobilie dort", erklärte Neidhardt weiter. Eine modernere und ansprechendere Umgebung könnte, meinte der Planer, auch Investoren nach Voerde locken.

Aus den Reihen der Gäste der CDU-Infoveranstaltung hagelte es dann allerdings Kritik, jedoch nicht am Entwurf, sondern eher an anderen Dingen. "Die Stadt Voerde hat andere Probleme als die Neugestaltung des Platzes", war da aus den Reihen der Zuschauer zu hören. Besonders viele beschwerten sich über den Wegfall von Parkplätzen am umgebauten Marktplatz. Hier äußerten zumindest einige der Einzelhändler im Umfeld, dass sie bei einem Wegfall der Parkmöglichkeiten auch mit weniger Kundschaft rechneten. Einer der Anwohner meinte gar, die Stadt würde Probleme bekommen, wenn Baumaßnahmen auf seinem Grundstück durchgeführt würden.

"Mit dieser Kritik müsste man sich eher an die Verwaltung wenden", warf der stellvertretende CDU-Vorsitzende Dirk Wennmann ein. Gegen die eigentliche Gestaltung des Platzes mit einem den Rhein repräsentierenden Nebelbrunnen und einem 15 Meter hohen Rheinpegel auf dem Marktplatz gab es übrigens keinen direkten Widerspruch. Lediglich die Frage, ob man, sollte die bestehende Wohn- und Geschäftsimmobilie am Rathausplatz abgerissen oder renoviert werden, Schäden an der Neubebauung des Platzes in Kauf nehmen müsste. Neidhardt entkräftete die Bedenken: "Wir haben extra zehn Meter Abstand zur Immobilie gelassen. Selbst wenn dort eine Baugrube entstehen sollte, ist der Platz dadurch nicht berührt", erklärte der Landschaftsarchitekt den Gästen.

Und schließlich fiel ihm dann auch noch etwas zum Thema Parkplätze ein: "Wenn da wirklich ein Investor eine größere Immobilie baut, wird es dort ohnehin eine Tiefgarage oder Parkmöglichkeiten auf dem Dach geben", prognostizierte Hellmut Neidhardt.

Am Ende der Informationsveranstaltung gab es von einigen Gästen beim Verlassen des Saales doch noch Zuspruch für den Architekten und dessen Pläne für den Platz.

Quelle: RP
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