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Dinslaken
Marode Schulen: Dinslaken sieht sich als Ausnahme

Dinslaken. Landauf, landab klagen die Leiter von Schulen, Lehrergewerkschaften, Eltern und Schüler über marode Schulgebäude. Das hat auch der WDR nach einer Befragung von mehr als tausend Schulleitungen bestätigt. Ergebnis: In 85 Prozent aller nordrhein-westfälischen Bildungseinrichtungen gibt es zum Teil massive Schäden, und vielen Kommunen fehlt das Geld, die Gebäude instand zu setzen und energetisch zu sanieren. Dinslaken, meint die Verwaltungsspitze, nehme in dieser Hinsicht eine Ausnahmeposition ein. Natürlich gebe es da und dort noch Unzulänglichkeiten und Klagen von Schulleitern, aber von den Mängeln, die die Umfrage aufgespürt hat, sei vor Ort keine Rede. Undichte Fenster, löchrige Dächer, Schimmel und eine fehlende Außendämmung seien, abgesehen von Schönheitsreparaturen, in den meisten Schulen weitgehend Vergangenheit. Der Rat der Stadt hat 2013 ein Sanierungsprogramm über 30 Millionen Euro beschlossen.

Das sei, so betont das Rathaus, eine erste Tranche. Eine zweite mit weiteren Schulen soll folgen. Die erste Phase werde nach sechs Jahren abgewickelt sein. Die praktische Ausführung liege in den Händen der kommunalen Sanierungsgesellschaft ProZent, die sich auch um Turn- und Sporthallen kümmert. Das Tochterunternehmen sei, wie bei seiner Gründung angestrebt, flexibel, sehr effizient und arbeitet kostengünstiger als es in einer klassischen Verwaltungsstruktur ginge.

Dem Ganzen vorausgegangen seien Stadtortkonferenzen, bei denen Schulleitungen und Eltern, begleitet von Bürgermeister und Kommunalpolitik, mit Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann und dem Technischen Beigeordneten Thomas Palotz an einem Tisch saßen und dabei auch über veränderte pädagogische und didaktische Anforderungen diskutierten. Bei Umbau und Sanierung werde diesen erarbeiteten Vorgaben Rechnung getragen. Der erhoffte Kostenvorteil sei eingetreten und dass soll auch künftig gewährleistet werden. Erweitert, umgebaut und saniert wurde bereits die Friedrich-Althoff-Sekundarschule. In anderen Schulen sind die Arbeiten angelaufen oder fest eingeplant. Als nächstes ist unter anderem die Gartenschule an der Reihe.

Quelle: RP
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