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Voerde
Mastenkürzung: Hubschrauber über dem Strom

Voerde. Zahlreiche Schaulustige versammelten sich gestern an der Dammstraße in Götterswickershamm. Sie beobachteten den spektakulären Hubschraubereinsatz der französischen Firma Airtelis, die an der Stromleitung über den Rhein die Radarreflektoren ausgetauscht hat.

Hintergrund sind Arbeiten des Übertragungsnetzbetreibers Amprion aus Dortmund. Insgesamt werden die Leitungen zwischen vier Masten und auf einer Länge von 900 Metern ersetzt. Seit Monaten laufen die Vorarbeiten, bis zum Freitag sollen die Seile ausgetauscht und die beiden Masten auf Voerder und Rheinberger Seite um über 40 Meter gekürzt werden. 500 Meter stehen die beiden Masten auseinander.

Bisher waren die beiden Stützpfeiler die höchsten im Netzgebiet von Amprion, weil eine Höhe von 138 Metern aber nicht mehr nötig ist, schrumpfen sie auf 96 Meter. Mit Hochspannungen von bis zu 220 000 Volt schießt der Strom durch die Leitungen, während der Bauarbeiten fließt dort aber keine Spannung.

Die Versorgung stellt Amprion währenddessen über andere Leitungen sicher. Die Rheinquerung ist Teil einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung von Wesel nach Koblenz. Heute werden 10,5 Kilometer Seile ausgetauscht, die insgesamt 14,5 Tonnen wiegen.

Im Zuge der Arbeiten wird der Rhein für drei Stunden für die Schifffahrt gesperrt. Wie gestern zu hören war, müssen die Schiffe in dieser Zeit an einem Ankerpunkt ober- oder unterhalb der Sperrung warten.

Weiterer Bericht auf der Seite C 3

(rku)
 
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