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Dinslaken
Mercatorhalle kommt mit Musik zurück

Dinslaken: Mercatorhalle kommt mit Musik zurück
Rafael Sars, der eigentlich Schlagzeuger bei den Duisburger Philharmonikern ist, zeigte gestern sein Können im Foyer auf dem Marimbaphon - einem afrikanischen Instrument, das dem Xylophon ähnelt. FOTO: Christoph Reichwein
Dinslaken. Nach rund vier Jahren Umbau herrscht wieder kulturelles Leben in der Mercatorhalle im Duisburger City-Palais. Nach der Eröffnung am vergangenen Donnerstag gab es gestern ein buntes Programm beim Tag der offenen Tür. Von Julia Zuew

Lichtdurchflutet und mit einem hellen Parkettboden vermittelt schon der Wartebereich vor den Türen der Duisburger Mercatorhalle eine freundliche Atmosphäre. Fußgetrappel und Stimmgewirr mischen sich mit Musik, während die Leute in die wiedereröffnete Halle strömen.

Der große Saal ist getaucht in mildes Licht, über der Bühne erstrahlen leuchtende Vierecke in Weiß und Blau. Während die Musiker des Salonorchesters Intermezzo Sinfonico der Musik- und Kunstschule Duisburg ihre Plätze auf der Bühne einnehmen, herrscht eine erwartungsvolle Stimmung unter den Zuschauern. "Ich bin gespannt, wie die Akustik ist", sagt Christa Reimann. Etwas kühl und schlicht findet sie die Ausstattung der Halle. Ihr Ehemann Werner Reimann ist anderer Meinung: "Ich finde, die Holzwände verleihen dem Raum Wärme." Auch die Beleuchtung habe sich verändert, sagt Werner Reimann. Beide sind sich jedoch einig: Die Halle sei auf jeden Fall "einladend und imposant". Besonders die Orgel sei ein Blickfang.

Rein optisch habe sich "eigentlich nichts getan", findet hingegen Siegbert Grunau. "Die wichtigsten Umbauarbeiten sind wahrscheinlich auf den ersten Blick nicht direkt erkennbar", sagt er. "Es müssen schwerwiegende Arbeiten gewesen sein - sonst hätte es nicht so lange gedauert." Ulrich Varwig teilt diese Ansicht: "Die größten Arbeiten sind wahrscheinlich im Verborgenen geschehen."

Tatsächlich musste in den vergangenen Jahren eine große Anzahl schwerwiegender Baumängel behoben werden, die RP berichtete. So war beispielsweise der Rang so unzureichend befestigt, dass er hätte abrutschen können. Auch der Brandschutz in der Mercatorhalle war mangelhaft.

Knapp vier Jahre und rund 17 Millionen Euro später können die Gäste an diesem Tag ohne Bedenken das Programm in dem großen Saal der Mercatorhalle genießen. Der Tag der offenen Tür steht ganz im Zeichen der Musik - nach einem Auftakt mit Intermezzo Sinfonico füllen das interkulturelle Ensemble Bundan Boyle der Duisburger Musik- und Kunstschule, das Ensemble der Duisburger Philharmoniker und Big Bands der Musik- und Kunstschule das Programm.

Im Kleinen Saal hingegen gibt es Vorträge zum Umbau und zu der Bedeutung der Halle für Kultur und Stadtleben - ebenfalls mit einem Vortrag von Peter Joppa, Geschäftsführer der Duisburg Kontor Hallenmanagement GmbH.

Im Publikum herrscht indes eine gute Atmosphäre. Die Besucher zeigen sich zufrieden mit der Halle und glücklich über die Wiedereröffnung: "Die Akustik ist sehr gut", sagt Oliver Hölzken nach der ersten musikalischen Vorführung. "Auch die Optik der Halle ist gut gelungen."

Und nicht nur für das Innenleben gibt es Lob. Auch der Eingangsbereich punktet: "Die Aussicht aus den Fenstern im Foyer ist sehr schön", sagt Sandra Pesch. Die junge Duisburgerin ist Mitarbeiterin beim Spielmobil Duisburg, gestaltet beim Tag der offenen Tür das Kinderprogramm mit - Basteln, Bauklötze stapeln und Malen stehen auf dem Programm.

Auch vor den Türen des Saales wurde bühnentaugliches Parkett verlegt, wie Rafael Sars beweist. Er ist eigentlich Schlagzeuger bei den Duisburger Philharmonikern, begeistert an diesem Nachmittag im Foyer aber solo mit seinem Können am Marimbaphon. Das afrikanische Instrument ähnelt im Grunde einem Xylophon - mit Schlägeln klopft der Musiker auf viele schmale Holztafeln, die unterschiedliche Töne erzeugen.

Quelle: RP
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