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Dinslaken
Minister wärmt die Herzen der Genossen

Dinslaken: Minister wärmt die Herzen der Genossen
Gute Stimmung: Mike Groschek (r.) am Tisch mit (v.l.) Monika Piechula, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Hiesfeld, Altbürgermeister Kurt Altena und dem Bundestagsabgeordneten Dirk Vöpel. FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Beim Jahresempfang der Dinslakener Sozialdemokraten war wieder einmal der nordrhein-westfälische Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, Michael Groschek, zu Gast. Er weiß, was seine Genossen hören wollen. Von Jörg Werner

"Wir wissen, dass wir nur Erfolg haben können, wenn Stadt und Land Hand in Hand handeln. Und wie das geht, wird uns jetzt der Minister sagen." Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger gab am Ende seiner Begrüßung das Thema des Vormittags vor und Michael Groschek - von den Sozialdemokraten im Raum natürlich liebevoll "Mike" genannt - nahm den Ball auf. Als ehemaliger Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Oberhausen/Dinslaken nister kennt er sich vor Ort bestens aus und ist bei der SPD oft und gern gesehener Gast. Und als ehemaliger Generalsekretär der nordrhein-westfälischgen SPD weiß er natürlich ebenfalls bestens, wie sich sozialdemokratische Herzen gewinnen lassen.

Also erzählt der Minister, was ihm so durch den Kopf gegangen ist, als er von der A 59 in Richtung Dachstudio gefahren ist, wo der SPD-Empfang gestern stattfand. Dass er sich dabei einmal mehr gedacht hat, dass Dinslaken doch eine Stadt ist, in der die Menschen gerne leben müssen, dass Dinslaken eine Stadt des Aufbruchs ist, in der die Menschen anpacken, dass die Altstadt mit dem Burgtheater ein Schmuckstück ist, dass der Bau der Neutor-Galerie "Mut und Vision" bewiesen hat.

Den Zweiflern, die jetzt davon redeten, dass es womöglich doch zu viel Einzelhandelsverkauffläche gibt, hält Groschek entgegen, dass dass eigentliche Problem ein anderes ist, nämlich die bei vielen Menschen immer dünner werdenden Lohntüten, die es nicht zulassen, dass mit ihnen die Einkaufstaschen ordentlich gefüllt werden. Und deswegen müsse die SPD in vorderster Linie gegen Sozialdumping im eigenen Land kämpfen. "Lohngerechtigkeit ist das A und O", ruft der Minister, und natürlich ist ihm dafür der Beifall sicher.

Den gibt es auch, als er davon spricht, dass die größte Belastung für Dinslaken ist, dass ein paar "gescheiterte Ungescheite" dafür gesorgt haben, dass die Stadt in den Ruf geraten ist, Hochburg des gewaltbereiten Salafismus zu sein und weil dieses Bild dringend korrigiert werden müsse, dem das große Zukunfstpotenzial entgegenhält, dass der Stadtteil Lohberg besitzt.

Zuvor hat schon Dinslakens Bürgermeister klar gemacht, dass die Stadt mit aller Kraft an der Zukunft arbeiten werde und die Millionen-Investitionen verteidigt, die trotz der klammen Finanzsituation geplant sind. "Wir werden es nicht zulassen, dass die städtische Infrastruktur zerfällt", erklärt Heidinger. Er machte allerdings auch deutlich, dass die Finanzlage der Städte und Gemeinden nur nachhaltig verbessert werden könne, wenn sie die notwendigen Mittel zur Erfüllung der Aufgaben, die ihnen zugewiesen werden, zur Verfügung gestellt bekommen. "Die Kommunen müssen von den Kosten der sozialen Sicherung entlastet werden."

Quelle: RP
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