| 00.00 Uhr

Interview Martin Lachnik
Mit Bestnote zum Finanzwirt

Interview Martin Lachnik: Mit Bestnote zum Finanzwirt
FOTO: NN
Dinslaken. Martin Lachnik (18) machte seine Ausbildung im mittleren Dienst im Finanzamt Dinslaken und schloss diese mit der Bestnote "sehr gut" ab.

Herr Lachnik, fiel Ihnen der Umgang mit Zahlen immer leicht? War das Fach Mathematik schon in der Schule eine Stärke von Ihnen?

Martin Lachnik Mathe war schon immer eine meiner Stärken. In der Ausbildung ist Mathematik jedoch nicht der Hauptbestandteil des Lehrstoffs, aber natürlich ein Teil. Der Schwerpunkt wird darauf gelegt, die Gesetzestexte zu verstehen und anzuwenden. Das ist auch die Hauptaufgabe in der Praxis.

Was waren für Sie nach der Schule die Gründe, ausgerechnet diese Ausbildung zu beginnen?

Lachnik Die Vielseitigkeit der Ausbildung war ein Anreiz für mich, in die Finanzverwaltung zu gehen. Ich habe mich informiert und war begeistert, dass die Verwaltung so vielfältige Möglichkeiten bietet. In den einzelnen Ausbildungsabschnitten wird ein umfassendes Wissen vermittelt, welches durch Praxisphasen auch einen Bezug zur späteren Tätigkeit erhält. Zudem werden verschiedene Arbeitsbereiche des Finanzamts durchlaufen. So habe ich beispielsweise Steuererklärungen bearbeitet und in der so genannten Steuererhebung, also zum Beispiel Finanzkasse und Vollstreckung, Praxiserfahrungen sammeln können. Aber auch die Sicherheit des Arbeitsplatzes spielte für mich eine große Rolle.

Würden Sie sagen, dass es eine leichte oder eine schwere Ausbildung war?

Lachnik Die Ausbildung ist schon ziemlich schwierig gewesen, aber mit Einsatz auf jeden Fall machbar. Ich habe viele nette und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die mir auch dabei geholfen haben, das Steuerrecht anzuwenden. Es gab immer Ansprechpartner, die mir die Themen näher gebracht haben. Durch die vielfältigen Erfahrungen, die ich während der zwei Jahre machen konnte, war es eine interessante Zeit.

Für welche Zielgruppe ist die Ausbildung weiterzuempfehlen?

Lachnik Das Finanzamt ist interessant für alle, die sich gern auch einmal im Berufsleben verändern wollen. Es gibt viele Aufgabenfelder, von der Bearbeitung der Steuererklärungen über die Finanzkasse und Vollstreckung bis hin zu einem Einsatz im Bürgerbüro oder im Außendienst. All das kann man in der Finanzverwaltung machen. Das Steuerrecht ist sicherlich eine spezielle Materie, aber durch die Mischung aus Theorie und Praxis, gut zu lernen. Die Ausbildung im Finanzamt ist anspruchsvoll, macht aber auch Spaß.

Wo sind Sie nach Beendigung der Ausbildung nun tätig?

Lachnik Ich bin nach der Ausbildung vom Finanzamt Dinslaken an das Finanzamt Wesel versetzt worden. Dort arbeite ich im Veranlagungsbereich und bearbeite die Steuererklärungen der Bürger.

Welche Aufstiegschancen gibt es in diesem Berufsfeld?

Lachnik Bei gutem Abschluss der Ausbildung im mittleren Dienst und Bewährung in der Praxis besteht die Möglichkeit des Aufstiegs in den gehobenen Dienst mit dem Abschluss Diplom-Finanzwirt. Unabhängig davon bietet die Finanzverwaltung ihren Mitarbeitern viele Fortbildungen an. Bei Gesetzesänderungen werden regelmäßig Vorträge und Fortbildungen angeboten. Ansonsten bekommt jeder, der das Arbeitsgebiet wechselt, Fortbildungen, in denen spezifisches Wissen für den Arbeitsbereich vermittelt wird.

Welche Hobbies gibt es bei Ihnen neben dem trockenen Jonglieren mit Zahlen?

Lachnik In meiner Freizeit spiele ich gerne Fußball oder gehe gelegentlich joggen.

HENDRIK GAASTERLAND FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Interview Martin Lachnik: Mit Bestnote zum Finanzwirt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.