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Dinslaken
Mit dem Baumstamm den Fluss hinunter

Dinslaken: Mit dem Baumstamm den Fluss hinunter
Auf dieser Achterbahn haben auch Kinder ihre Freude. FOTO: Gargitter
Dinslaken. Ein Ferientag im Freizeitpark Hellendoorn: Hier macht sich auch Jüngeren das Achterbahn-Fahren Spaß. Von Birgit Gargitter

Strahlende Gesichter, fröhliche Kinder und selbst die Eltern und Großeltern ringen sich ein Lächeln ab. Sie dürfen nämlich heute einen Tag mit Kindern oder Enkelkindern verbringen - im Freizeitpark Hellendoorn in den Niederlanden. Traditionell ist der Freitag Eltern-Kind-Tag bei den Dinslakener Kinderferientagen und in der Vergangenheit nutzten immer mehr Eltern dieses Angebot. Bei manchen Fahrten waren die Betreuer reichlich unterversorgt. So kam es schon vor, dass vier Betreuer auf drei allein reisende Kinder kamen.

Am vergangenen Freitag, bei der zweiten Ferienfahrt, sah die Sache ganz anders aus. Zwar fuhren auch hier wieder Eltern und Großeltern mit, doch konnten Frank und Claudia immer noch 17 Kinder um sich scharen. Eine verhältnismäßig große Zahl, doch Mika, Anna-Lena, Max und all die anderen erwiesen sich als absolut liebe und anhängliche Kids, die, man höre und staune, aufs Wort gehorchten. Na gut, nicht so ganz, wenn es zum Beispiel hieß: Geldbörse oder Achterbahn - dann flog schon mal die Geldbörse hinter dem Rucksack auf den Weg und weg war sie, die liebe Kleine. Da halfen alle Ermahnungen nichts, der Spaß ging vor.

Im Rundboot geht's gemütlich und mit Begleitung über die Stromschnellen. FOTO: Gargitter

Und anhand ihrer orangefarbenen Bänder an den Rucksäcken waren die Teilnehmer alle leicht zu erkennen. Auch das hat nämlich Tradition: Alle Fahrten-Teilnehmer bekommen bei der Abfahrt bunte Bänder mit dem Aufdruck von Franks Telefonnummer. Je nach Fahrt eine andere Farbe. Sie dienen dazu, kenntlich zu machen, wer zur Dinslakener Gruppe gehört. Die Telefonnummer ist für alle Notfälle gedacht - wenn beispielsweise ein Rucksack liegenbleibt und ein völlig Fremder ihn entdeckt, so ruft er einfach an und schon gibt's dankbare Eltern und Kinder. Alles schon erlebt.

Für die Eltern gelten übrigens bei den Kifeta-Touren die gleichen Regeln wie für ihre Kids: Oberstes Gebot - den Park niemals zu verlassen, pünktlich zur Abfahrt wieder am Treffpunkt zu erscheinen und, und, und.... Alles halb so schlimm. Für den Spaß allerdings sind sie selbst verantwortlich.

Und im Baumstamm den Wasserfall hinunter. Die kleine Dusche beim Aufprall ist inklusive. FOTO: Gargitter

Den hatten zumindest die Kinder, denn Hellendoorn ist ein kleiner feiner Park, gedacht für die nicht ganz so wagemutigen Kids im unteren Alter. Der Park war zwar recht gut besucht, Wartezeiten aber hielten sich hier in Grenzen und so fuhren die Mädchen und Jungen nach Herzenslust Achterbahn. Nicht einmal, nicht zweimal, nein, gleich viermal hintereinander.

Nicht genug bekommen konnten sie von den rasanten Abschussfahrten und Loopings. Bis sie sich in Baumstämmen den Fluss hinunterstürzten, mit den Rundbooten Stromschnellen bezwangen, mit der Drachenbahn ihre Runden drehten und sich mit Dinosauriern abstrampelten. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn diese Mono-Rail war per Pedes zu betreiben. Ganz schön schweißtreibend.

Wer nicht nass werden möchte, nimmt die Rutschmatte. FOTO: Gargitter

Anna-Lena, die bereits in Efteling dabei war, strahlte übers ganze Gesicht. Sie, kein Fan großer Achterbahnen, wagte sich hier jedoch auf die Berg- und Talfahrten, konnte von den Wasserbahnen nicht genug bekommen und als es hieß, sich mit dem Teppich in die Tiefe zustürzen, im Wettkampf mit den anderen, war sie dabei.

"Hier ist es wunderschön", so ihre Aussage. Mika, der kleinste unter den Kids und ein Träumer, auf den wir ein besonderes Augenmerk legten, verblüffte ebenfalls mit seiner Furchtlosigkeit. Ob Baumstamm oder Teppichrutsche, je höher desto lieber. "Ganz cooool", strahlte er zum Schluss.

Quelle: RP
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