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Dinslaken
Mit dem Motorrad durch brennende Wand

Dinslaken. Auf dem Parkplatz der Trabrennbahn gab es gestern eine beeindruckende Stuntshow zu sehen.

Es ist der Moment, auf den viele der Fans im abgesperrten Bereich auf dem Parkplatz der Trabrennbahn gewartet haben. Mit einem lauten Knattern der Motoren setzen sich die beiden Monster-Trucks vom Team der "Stunt Movie Production" unter Leitung von Gino Winter in Bewegung. Der Chef selbst steuert mit dem "Dragon" das größere der Fahrzeuge. Ein Tritt aufs Gaspedal und das Ungetüm mit den riesigen Reifen wirft sich auf die Schrottautos, die in der Mitte des abgesperrten Bereichs platziert wurden. Die werden unter dem Gewicht des Monster-Trucks einfach platt gedrückt. Die Zuschauer jubeln.

Es ist der Höhepunkt einer gut zweistündigen Show, bei dem die Mitglieder der Stunttruppe dem Publikum zeigen, was mit Autos, Motorrädern und Quads alles möglich ist. Fahren Stoßstange an Stoßstange, inklusive 180-Grad-Drehungen auf der Stelle? Für die Mitglieder des Teams um Gino Winter überhaupt kein Problem. Auch die Balance von Autos auf zwei Rädern inklusive Passagiere meistern die Stuntleute mühelos.

Passagiere? Die Stuntleute haben für die Fahrt auf zwei Rädern Damen aus dem Publikum rekrutiert. "Fahrt bitte langsam", sagt Moderatorin Sarah Winter. "Langsam fahren? Davon wird mir schlecht", kontert ihr Vater Gino Winter. Natürlich alles nur Show. "Sicherheit ist das oberste Gebot bei uns", erklärt der Chef des Stuntteams. "Zum einen wollen wir uns natürlich nicht selbst verletzen und zum anderen sollen sich auch unsere Zuschauer sicher fühlen", erklärt er. Mit seinen Kindern ist jetzt bereits die vierte Generation seiner Familie im Geschäft mit der Gefahr. "Wir wachsen damit auf. Man hat uns Benzin und Öl statt Brei mit dem Löffel gefüttert", sagt Gino Winter.

Das kann man fast glauben, wenn man den Stuntleuten bei der Arbeit zusieht. Mit einem Motorrad brettert Peter Winter durch eine in Brand stehende Wand aus Holzlatten. Sein Kollege Costell Gonzalez rutscht nach einem Sprung von einem fahrenden Auto auf einem Rückenschild durch ein Flammeninferno. Sascha Bossle und Sunny Bügler zerlegen lieber Autos, in denen sie selbst noch sitzen. Beide präsentieren bei simulierten Autocrashs Drehungen und Überschläge mit Schrottwagen. Mit Gino Winter junior fährt der jüngste Akteur bei der Show mit einem kleinen Quad vors Publikum und zeigt einige seiner Tricks. Der Sechsjährige begeistert die Zuschauer. "Ich war drei Jahre alt, als ich mein erstes Motorrad bekam", erzählt sein Vater Gino Winter. Normalerweise führt der junge Stuntman seine Tricks mit seiner Schwester vor. "Die hat sich allerdings den Ellbogen gebrochen", erklärt Gino Winter. "Zuhause beim Fußballspielen." Für die Show gibt es lang anhaltenden Applaus von den Zuschauern.

(fla)
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